Barcelona-Test: Was Marc Márquez zu sagen hatte

Von Günther Wiesinger
MotoGP
Marc Márquez

Marc Márquez

Grosse Neuerungen gab es nicht zu testen, aber dafür wurde in Barcelona in Kurve 9 eine neue Streckenvariante ausprobiert.

Marc Márquez beendete sein Tagewerk beim Montag-Test (er ging bis 18 Uhr) in Barcelona frühzeitig. Der Repsol-Honda-Werksfahrer hatte 64 Runden zurückgelegt und eine Bestzeit von 1:41,184 min hin hingezaubert. Zur Erinnerung: Im Quali fuhr er mit 1;41,135 min auf Platz 3.

Im Rennen hatte der WM-Leader eine schnellste Runde von 1:42,182 min gedreht.

«Nein, wir hatten keine neue Hardware zu testen, aber eine neue Strategie für die Elektronik», erklärte der 21-jährige Spanier. «Damit soll der Benzinverbrauch ein bisschen besser werden, auch die Stabilität beim Rausfahren aus den Kurven. Es hat nicht alles gleich einwandfrei funktioniert, aber wir haben viele Informationen für die japanischen Honda-Ingenieure eingesammelt», erklärte Márquez, der am Sonntag den 100. Honda-Sieg in der MotoGP-Ära (seit 2002) sichergestellt hat. «Jetzt wird sich das Testteam in Japan damit beschäftigen, beim nächsten Montag-Test in Brünn bekommen wir eine verbesserte Version.»

Am Montag wurden neue Sicherheitsmassnahmen in Turn 9 probiert. «Wir haben in der Safety Commission mehrmals über diese Kurve geredet», sagte Marc. «Turn Nine ist eine Kurve, in die du mit sehr hoher Geschwindigkeit einbiegst. Und das Problem ist, wenn du rausgetragen wirst, kannst du nicht bremsen. Du bist dann im Kiesbett, also kannst du nicht mehr bremsen. Wir haben am Wochenende gesehen, dass viele Fahrer in die Mauer gedonnert sind, zum Beispiel Iannone. Auch Dani hat beinahe die Mauer gestreift, dazu Espargaró. Es ist unmöglich, diese Mauer zu entfernen, weil dahinter die nächste Kurve ist. Jetzt wird überlegt, ob man den Kurvenverlauf ändern sollte. Für mich war der Verlauf bisher schöner als der geplante, aber die neue Version ist sicherer für uns. Ich glaube, wenn wir Turn 9 ändern, dann werden wir dort so fahren wie bei den Autorennen. Ich persönlich mag diese Kurve, so wir wir sie heute als neue Version fünf Runden lang getestet haben. Es würde ein ganz anderer Kurventyp entstehen. Auf dem Circuit de Catalunya haben wir von A bis Z lauter Kurven, wo wir mit viel Schräglage fahren; das wäre einmal eine willkommene Abwechslung.»

Hat sich Marc die letzten fünf Rennrunden vom Sonntag am Abend noch ein paarmal angeschaut? «Nur einmal. Und Montagfrüh noch einmal», lacht er. «Ehrlich gesagt, es war dicht am Limit... Die Maschinen sind arg gerutscht, bei uns allen. Es war sicher spektakulär, für die Fans an der Strecke und vor den Fernsehern.»

MotoGP-Test Catalunya, Montag, 16. Juni, Endstand

1. Marc Márquez, Honda, 1:41,184.
2. Bradley Smith, Yamaha, + 0,040 sec.
3. Jorge Lorenzo, Yamaha, + 0,331 sec.
4. Pol Espargaró, Yamaha, +0,456 sec.
5. Stefan Bradl, Honda, + 0,471 sec.
6. Andrea Iannone, Ducati, + 0,690.
7. Dani Pedrosa, Honda, +0,785 sec.
8. Yonny Hernandez, Ducati, +0,954 sec.
9. Aleix Espargaró, Yamaha, + 0,969 sec.
10. Valentino Rossi, Yamaha, + 1,135 sec.
11. Andrea Dovizioso, Ducati, +1,195 sec.
12. Alvaro Bautista, Honda, +1,358 sec.
13. Cal Crutchlow, Ducati, +1,725 sec.
14. Scott Redding, Honda, + 2,210 sec.
15. Michele Pirro, Ducati, + 2,121 sec.
16. Karel Abraham, Honda, +2,265 sec.
17. Colin Edwards, Yamaha, + 3,180 sec.
18. Héctor Barbera, Avintia-Kawasaki, +3,211 sec.
19. Randy de Puniet, Suzuki, + 3,300 sec.
20. Mike di Meglio, Avintia-Kawasaki, + 3,440 sec.
21. Michael Laverty, PBM-Aprilia, + 3,892 sec.
22. Dominique Aegerter, Avintia-Kawasaki, +4,186 sec.
23. Broc Parkes, PBM-Aprilia, + 4,350 sec.

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