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Carmelo Ezpeleta: «Probleme sind für alle gleich»

Dorna-Chef Carmelo Ezpeleta macht sich wegen der Kritik an der neuen Einheits-Elektronik und den Michelin-Reifen wenig Sorgen. «Erstens wird an Verbesserungen gearbeitet; zweitens sind die Probleme für alle gleich.»

MotoGP

Im Artikel erwähnt


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Drei Jahre lang mussten die Claiming-Rule-Teams (2012) und die Open-Class-Teams in der MotoGP-Weltmeisterschaft mit der Einheits-Elektronik von Magneti Marelli antreten, die von Anfang an umstritten war.

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Für die Saison 2016 ist diese Motorsteuerung für alle Teams zwingend vorgeschrieben, die Fahrer, Teams und Techniker beklagen sich über diese rückschrittliche Elektronik. Sie sei instabil und reagiere zu langsam, alle damit verbundenenen elektronischen Systeme wie Launch Control, Wheelie Control und Traction Control lassen zu wünschen übrig.

Die Dorna hat diese Einheits-ECU bezahlt und sich dafür stark gemacht, um die Kosten zu senken und die Chancengleichheit zu erhöhen.

Die Hersteller haben mehrheitlich zugestimmt, weil sie meinten, vor allem Honda würde dadurch einen Teil des technischen Fortschritts einbüssen.

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Honda sträubte sich tatsächlich lange gegen diese Marelli-ECU und drohte sogar mit dem Rückzug aus der MotoGP-WM.

Aber sogar in der Formel 1 wird mit einer einheitlichen Elektronik gefahren.

Es sieht allerdings für viele Beteiligte so aus, als seit mit Marelli der falsche Partner ausgesucht worden.

Valentino Rossi klagte beim Valencia-Test vor fünf Wochen, diese ECU sei ein Schritt zurück ins Jahr 2008. Dani Pedrosa pflichtete ihm bei.

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Dorna-Chef Carmelo Ezpeleta beschwichtigt. "Mag sein, dass diese Elektronik ein technischer Rückschritt ist", sagt der Spanier. "Aber es hat sich bei uns niemand ernsthaft beklagt. Die Fahrer sagen, diese ECU sei schlechter als ihre Factory-Software von 2015. Ja, sicher, das kann sein. Aber die Situation ist für alle gleich. Es hat nie jemand behauptet, dass diese Motorsteuerung auf demselben technischen Niveau sein wird wie die Factory-ECU der Werke in der Saison 2015. Ausserdem wird diese Software noch weiterentwickelt. Bis zum Saisonstart 2016 wird der Unterschied geringer sein. Aber die ursprüngliche Idee war, alle Teams und Fahrern mit einer identischen Elektronik auszustatten."

Aber Fahrer wie Stefan Bradl bemängeln, die Marelli-ECU reagiere zu langsam, die Traction-Control sei beim corner-by-corner-Set-up schwierig abzustimmen, das führe immer wieder zu stürzen. Und ausserdem sei dadurch bei den Teams mehr Manpower nötig, die finanziellen Ersparnisse seien also nicht ausschlaggebend.

Ezpeleta: "Wenn es solche Mängel gibt, werden sie behoben. Wir sind auf dem besten Weg. Viele Fahrer sagen uns, dass die Elektronik gut funktioniert. Natürlich ist jetzt noch nicht die endgültige Version im Einsatz. Es wird sich noch einiges verbessern."

Carmelo Ezpeleta macht sich im Gespräch mit SPEEDWEEK.com auch keine grossen Sorgen wegen der Michelin-Reifen, obwohl die Vorderreifen den Fahrern kein Gefühl fürs Limit vermitteln. In Valencia passierten deshalb im November an zwei Testtagen nicht weniger als 23 Stürze.

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"Die Michelin-Vorderreifen werden meiner Meinung nach nicht so gut werden wie die von Bridgestone", sagt der Spanier. "Aber es passieren ständig Fortschritte. Nach dem letzten Test in Jerez ist von den Fahrern von Verbesserungen berichtet worden. Die Fahrer, die nicht an Bridgestone gewöhnt waren, beklagen sich nicht. Sie haben mit Michelin keine Probleme. Die bisherigen Fahrer spüren Unterschiede. Aber auch hier gilt: Die Reifen sind für alle Fahrer gleich. Ausserdem bin ich überzeugt, dass Michelin in den nächsten Monaten weitere Verbesserungen liefern wird. Aber es lässt sich momentan nicht abschätzen, wie deutlich die Fortschritte bis zum ersten Rennen ausfallen werden. Die Fahrer und Teams müssen sich an die Reifen anpassen."

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