Aleix Espargaró (6.): «Ich bin zweimal fast gestürzt»

Von Isabella Wiesinger
MotoGP
Aleix Espargaró: «Ich sah auf der Boxentafel, dass ich noch zehn Runden durchstehen musste»

Aleix Espargaró: «Ich sah auf der Boxentafel, dass ich noch zehn Runden durchstehen musste»

Aleix Espargaró quälten im fünften MotoGP-Lauf von Le Mans Probleme mit den Michelin-Reifen. Der Suzuki-Pilot war nach dem Rennen ratlos: «Ich verstehe nicht, was passiert ist.»

Aleix Espargaró lieferte sich im fünften MotoGP-WM-Lauf des Jahres in Le Mans einen schönen Zweikampf mit seinem jüngeren Bruder Pol Espargaró. Der kleine Bruder setzte sich am Ende durch und sicherte sich den fünften Platz vor Aleix, der auch noch mitansehen durfte, wie sein Suzuki-Teamkollege Maverick Viñales als Dritter sein erstes Podest in der höchsten WM-Klasse einfuhr.

Trotzdem erklärte Aleix Espargaró nach dem Rennen brav: «Ich gratuliere meinem Teamkollegen für sein Podest.» Auch für ihn habe der Frankreich-GP gut begonnen, beteuerte er: «Zu Beginn hatte ich einen ziemlich guten Grip. Deshalb ging ich im ersten Teil des Rennens sehr aggressiv vor und konnte schon in der ersten Runde acht oder zehn Positionen nach vorne rücken. Ich war ziemlich konkurrenzfähig und ich kämpfte mit Maverick. Als ich hinter ihm her fuhr fühlte sich das Bike ziemlich gut an.»

Der 26-jährige Spanier durfte sich allerdings nicht lange darüber freuen: «Plötzlich spürte ich, dass die Front nicht mehr richtig arbeitete. Ich verlor die ganze Zeit die Kontrolle. Ich bin zweimal fast gestürzt und hatte sehr viel Glück. Ich verstehe nicht, was mit dem Vorderreifen los war, den müssen wir nun genauer unter die Lupe nehmen.»

Seufzend fügte der Rennfahrer aus Granollers an: «Ich sah auf der Boxentafel, dass ich noch zehn Runden durchstehen musste, deshalb konzentrierte ich mich in der Folge nur noch darauf, die Reifen zu managen. Es ist schade, denn sonst hätten wir sicher ums Podest mitkämpfen können.»

Immerhin sah Aleix Espargaró die Zielflagge – im Gegensatz zu Scott Redding, den technische Probleme zur Aufgabe zwangen sowie Bradley Smith, Jack Miller, Andrea Dovizioso, Andrea Iannone, Tito Rabat, Cal Crutchlow und Yonny Hernandez, die allesamt durch einen Sturz ausschieden. «Es sind sehr viele Fahrer gestürzt, aber ich weiss nicht, ob sie auch so grosse Probleme mit dem Front-Grip hatten wie ich», erklärte der WM-Elfte des vergangenen Jahres.

«Mit meinem Vorderreifen stimmte auf jeden Fall etwas nicht. Ich war nicht drei oder vier Zehntel langsamer, sondern ganze zwei Sekunden. Das war ganz eigenartig, wir müssen uns das nun genauer anschauen. Das Positive ist, dass ich zwei Stürze verhindern und wichtige Punkte nach Hause bringen konnte.»

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