Donington, MotoGP, Rennen: Sieg für Dovizioso

Von Esther Babel
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Beim MotoGP-Rennen im Donington Park überschlugen sich bei wechselhaften Bedingungen die Ereignisse. Andrea Dovizioso feierte seinen ersten Sieg. Rossi wurde trotz Sturz noch Fünfter.

Zum Start der MotoGP-Klasse war die Strecke trocken. Nur gelegentlich verirrte sich ein Regentropfen auf die englische Piste. Gestartet wurde das Ganze als «Wet Race» und die erste Startreihe vertraute auf Slicks. Valentino Rossi und Jorge Lorenzo (beide Fiat-Yamaha) setzten vorne und hinten auf softe Reifen. Dani Pedrosa setzte beim Hinterrad auf soft, vertraute aber vorne auf die härter Medium-Variante. Casey Stoner und Nicky Hayden setzten alles auf eine Karte und probierten es mit Regenreifen.

Nach wenigen Runden tummelten sich die MotoGP-Piloten zu Fünft an der Spitze. Lorenzo führte mit 0,7 Sekunden vor Pedrosa und Andrea Dovizioso (beide Repsol-Honda). Auf Platz 4 war Rossi unterwegs, mit Toni Elias am Hinterrad. In Runde 8 flog Elias per Highsider ab. Wenig später machte es ihm Lorenzo in Führung liegend nach. Abflug, nachdem er den weissen Streifen der Streckenbegrenzung berührt hatte. Rossi hiess der neue Führende.

Obwohl es etwas mehr tröpfelte waren Stoner und Hayden mit ihren Regenreifen nach 10 Runden mit über einer Minute zur Spitze Rückstand auf die Spitze als absolut letzte unterwegs.

Rossi und Dovizioso nutzten die Stürze und machte sich gemeinsam aus dem Staub. Neun Sekunden dahinter nahmen Pedrosa und Randy de Puniet (LCR-Honda) den Kampf um Platz 3 auf.

Bei Halbzeit wurden Stoner und Hayden vom führenden Rossi und seinem Gegenspieler Dovizioso überrundet. Rossi legte mit Rundenzeiten von 1:35,5 vor, Hayden quälte sich mit einer Zeit von 1:42,2, Stoner gar mit 1:45,6 um die Strecke. Doch die Regentropfen wurden mehr. Immer noch nicht genug, um die Entscheidung der Ducati-Crew zu rechtfertigen.

Elf Runden vor der Zieldurchfahrt rutschte Rossi über das Vorderrad aus. Auf Platz 11 reihte sich der Italiener wieder ein. Dovizioso führte einsam und alleine mit knapp 10 Sekunden Vorsprung. In Runde 22 wechselten Loris Capirossi (Rizla-Suzuki) und Marco Melandri (Hayate) als erste die Motorräder, die Rundenzeiten der Führenden gingen in den Keller. Die schnellsten Runden drehten bei stärker werdendem Regen die Ducati-Piloten Hayden und Stoner, doch bei noch sechs zu fahrenden Runden und einem Rückstand von über einer Runde nützte das den beiden herzlich wenig.

In der Schlussphase schrumpfte der Vorsprung von Dovizioso, hinter ihm schenkten sich Colin Edwards (Monster Yamaha Tech 3) und de Puniet derweil nichts.

Dovizioso gewann vor de Puniet und Edwards. Rossi rettete sich als Fünfter über die Ziellinie, nachdem er auf den letzten Metern noch James Toseland überholt hatte.

«Ich glaube, ich werde zu alt für so was», kommentierte Colin Edwards (35) mit breitem Grinsen seinen ersten Podestplatz des Jahres.

«In den ersten Runden habe ich alles riskiert», verriet der Sieger. «Dann habe ich versuchte Rossi zu folgen, es war gar nicht schwer. Zum Schluss war ich sehr vorsichtig. Man konnte durch das Visier gar nicht richtig erkennen, ob es jetzt nass oder trocken war.»

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