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Neue Kawasaki ZX-10RR für 2026: Das erste Fazit von Garrett Gerloff

Neben Ducati präsentiert auch Kawasaki ein neues Homologationsmodell für die Superbike-WM 2026: Garrett Gerloff lobt die Änderungen nach den ersten Runden beim Jerez-Test.

Im Artikel erwähnt

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Die Aussagekraft des Wintertests der Superbike-WM in Jerez war überschaubar. Das wechselhafte Wetter ermöglichte nur zwei Stunden mit Trockenreifen. Für die Hersteller mit neuem Material war das keine gute Nachricht, denn in bereits vier Wochen findet der Saisonauftakt in Australien statt.

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Neben Ducati hat auch Kawasaki für die Superbike-WM 2026 nachgelegt und die ZX-10RR in Details verbessert. «Die größte Änderung ist die Aerodynamik. Also ganz offensichtlich das, was am meisten auffällt: Wir haben jetzt Flügel», schilderte Kawasaki-Pilot Garrett Gerloff beim Jerez-Test, als er sich im Fahrerlager mit SPEEDWEEK.com-Chefradakteur Ivo Schützbach austauschte.

«Generell bietet das Bike einen besseren Windschutz. Ich denke, wir könnten dieses Jahr etwas mehr Topspeed herausholen als letztes Jahr», grübelte Gerloff. Die wohl größte Schwäche der Kawasaki, der in die Jahre gekommene Motor mit seiner vergleichsweise altmodischen Auslegung von Bohrung und Hub, blieb beim Modellwechsel nahezu unangetastet.

Verregneter Jerez-Test: Was sind die Rundenzeiten wert?

Die Testeindrücke in Jerez will Gerloff nicht überbewerten. «Ich bin am Donnerstag nur 20 Runden gefahren, bevor der Regen kam, also habe ich keine große Basis – ich kann nicht wirklich sicher etwas sagen. Aber im Moment fühlt es sich so an, als würde das Bike gut durch die schnellen Kurven fahren. Ich denke, das könnte an den neuen Flügeln liegen. Und dann gibt es noch ein paar kleine Änderungen am Motor, das ist alles», erklärte der US-Amerikaner, der gut 1,1 sec zurücklag.

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«Ich kann nicht viel sagen, denn die Bedingungen auf der Strecke waren auch nicht besonders gut. Es gab noch viele feuchte Stellen, also habe ich im Grunde nur versucht, das Wasser nicht zu treffen und zu fühlen, was ich fühlen kann. Aber ich kann ehrlich gesagt keine richtige Bewertung abgeben», gestand Gerloff.

Die Herangehensweise von Kawasaki bleibt konservativ. Ducati ist beim Modellupdate deutlich radikaler, wie man beispielsweise bei den seitlichen Pods am Bug erkennt, die stark an die Aerodynamik des MotoGP-Bikes erinnern.

Aber auch der Motor der Panigale V4R ist mit dem der Desmosedici verwandt. «Ich habe eine gehört und dachte mir so: 'Moment, ist ein MotoGP-Team hier?' Und dann war es eine Ducati», kommentierte Gerloff.

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Besser als nichts: Detailverbesserungen statt Kawasaki-Revolution

Gerloff freut sich dennoch über die kleinen Schritte bei Kawasaki: «Ich habe das Gefühl, dass sie Änderungen am Bike machen, was gut ist. Denn ich wäre viel enttäuschter gewesen, wenn ich dieses Jahr angekommen wäre und es wäre exakt das gleiche Bike wie letztes Jahr gewesen. Ich bin froh, dass es ein paar Änderungen gibt, und ich denke, sie nehmen sich Zeit, um sicherzustellen, dass die Änderungen, die sie machen, auch wirklich besser sind. Das kann ein besserer Ansatz sein, als einfach irgendwas draufzuwerfen. Das ist alles, was ich dazu sagen kann.»

Kawasaki bleibt bei der Philosophie der kleinen Verbesserungen, während die europäischen Werke das Thema Superbike-WM deutlich beherzter angehen. Wie kann Kawasaki mit dieser Herangehensweise konkurrenzfähig sein?


Gerloff gibt sich diplomatisch: «Ich bin einfach nur ein Rennfahrer und mische mich nicht in das Geschäft von Kawasaki oder so etwas ein. Offensichtlich haben sie ihre eigenen Gewinn- und Verlustrechnungen, auf die sie schauen. Ich versuche einfach, die bestmögliche Performance auf der Strecke zu haben – mehr kann ich dazu nicht sagen.»

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Zeiten Superbike-WM-Test Jerez, Donnerstag (22. Januar):

  1. Nicolo Bulega (I), Ducati, 1:39,331 min

  2. Alex Lowes (GB), Bimota, +0,119 sec

  3. Xavi Vierge (E), Yamaha, +0,439

  4. Sam Lowes (GB), Ducati, +0,480

  5. Michael van der Mark (NL), BMW, +0,505

  6. Iker Lecuona (E), Ducati, +0,648

  7. Axel Bassani (I), Bimota, +0,738

  8. Andrea Locatelli (I), Yamaha, +1,014

  9. Stefano Manzi (I), Yamaha, +1,016

  10. Jonathan Rea (GB), Honda, +1,111

  11. Garrett Gerloff (USA), Kawasaki, +1,114

  12. Miguel Oliveira (P), BMW, +1,116

  13. Jake Dixon (GB), Honda, 1,119

  14. Yari Montella (I), Ducati, +1,144

  15. Alvaro Bautista (E), Ducati, +1,144

  16. Tarran Mackenzie (GB), Ducati, +1,429

  17. Danilo Petrucci (I), BMW, +1,492

  18. Tetsuta Nagashima (J), Honda, +1886

  19. Remy Gardner (AUS), Yamaha, +1,918

  20. Xavi Fores (E), Bimota, +2,145

  21. Lorenzo Baldassarri (I), Ducati, +2,441

  22. Alberto Surra (I), Ducati, +2,484

  23. Philipp Öttl (D), Ducati, +19,199

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