MXGP Frauenfeld: Gewissheit erst seit Ende Juni

Von Rolf Lüthi
Motocross-WM MXGP
Drei Wochen vor dem MXGP of Switzerland in Frauenfeld läuft für den Veranstalter alles wie am Schnürchen. Zuvor hatten Unweltverbände und Anwohner versicht, den Anlass zu verhindern.

«Erst seit Ende Juni wissen wir, dass der MXGP 2018 definitiv stattfindet», erklärte OK-Präsident Willy Läderach an der Pressekonferenz von Dienstag 24. Juli. Die Gegner – drei Naturschutzverbände und ein Anwohner – machte dem Veranstalter das leben schwer. Das juristische Seilziehen, bei dem das Bewilligungsverfahren der Thurgauer Kantonsregierung zur Zielscheibe wurde, kostete alle Beteiligten viel zeit und Energie.

«Einzelne Arbeiten konnten vom OK nicht wie gewünscht angepackt werden», so Läderach. So fand er für Sponsoring-Akquisitionen oder PR-Aktionen praktisch keine Zeit. Der Ticket-Vorverkauf läuft im Vergleich zum Vorjahr trotzdem eher besser.

Vergangenes Jahr schloss der Veranstalter mit einem Defizit von 250.000 Franken ab. Um eine ausgeglichene Rechnung zu erreichen, wurden die Kosten bestmöglich reduziert. «Wir brauchen 30.000 Zuschauer, dann sind wir zufrieden», verrät Läderach. Publikums-Zugpferd ist wie in den vergangenen Jahren der Schweizer Jeremy Seewer (Yamaha), nach seinem altersbedingten Aufstieg von der MX2-Klasse zum MXGP derzeit auf Platz 8 der WM.

Arnaud Tonus, der 2017 einen Lauf der MXGP gewann, zog sich vor Saisonbeginn 2018 eine schlimme Schulterverletzung zu. Ob er in Frauenfeld ein Comeback geben kann, ist fraglich. Immerhin wird der Westschweizer Valentin Guillod in Frauenfeld am Start stehen; er verpasste die erste Saisonhälfte nach einem Trainingsunfall in Spanien, bei dem er einen Beinbruch erlitt. Dazu werden die Schweizer Fahrer Andy Baumgartner, Yves Furlato und Cyrill Scheiwiller raue WM-Luft schnuppern. Das Schweizer Fernsehen SRF 2 überträgt die WM-Rennen live, Co-Kommentator ist der Schweizer Motocross- und Supermoto-Fahrer Dani Müller.

Sollte der dritte MXGP of Switzerland ein Erfolg werden, will sich das Organisationskomitee beim WM-Veranstalter Youthstream für weitere drei Jahre als Veranstalter für einen Schweizer WM-Lauf bewerben. «Wir würden nach dem Event 2018 sofort das Gespräch mit den Behörden und den Naturschutzverbänden suchen», schaut Läderach voraus. «Es müssen gemeinsam schnellstmöglich verschiedene Fragen besprochen und Lösungen angestrebt werden». Bis Ende 2018 will man Klarheit haben, ob es von 2019 bis 21 weiterhin einen MXGP of Switzerland geben kann.

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