Rattray will auf 350-ccm-Husqvarna Cairoli angreifen!

Von Adam Wheeler
Motocross-WM MXGP
Tyla Rattray bei Husqvarna-Testfahrten: Ist ein Duell wie 2008 in der MX2-WM gegen Tony Cairoli auch 2014 realistisch?

Tyla Rattray bei Husqvarna-Testfahrten: Ist ein Duell wie 2008 in der MX2-WM gegen Tony Cairoli auch 2014 realistisch?

Als MX2-Weltmeister 2008 und nach einigen Jahren in den USA kommt Tyla Rattray als Star des neuen Husqvarna-Werkteams in die Motocross-WM zurück. Auf seiner FC350 plant er schon das Duell gegen Weltmeister Tony Cairoli.

Auf der 25-Fahrer-Startliste für den WM-Auftakt am 1. März in Katar befinden sich die beiden grössten Fragezeichen hinter den beiden neuen Fahrern von Red Bull IceOne Husqvarna, Tyla Rattray und Todd Waters. Waters ist ehemaliger Australischer Meister und hat mit seinem 23 Jahren erst zwei Rennen in Europa absolviert: Zwei Auftritte für Australien beim Motocross der Nationen.

Rattray andererseits ist ein anderes Kaliber. Der Südafrikaner ist bis 2008 bereits acht Jahre Grands Prix gefahren, damals gab es gegen den verletzten Tony Cairoli den MX2-WM-Titel. Danach wechselte Rattray für die nächsten fünf Jahre nach Amerika in einen Sattel des ruhmreichen Pro-Circuit-Teams, er gewann Outdoor-Rennen und stand sporadisch bei Supercross-Events auf dem Podest.

Rattray kommt als Ex-GP-Sieger in die MXGP, aber er wird in Katar sein erstes Rennen in der Königsklasse bestreiten.

Interessanterweise wird der 28-Jährige mit seiner FC350 der einzige 350-ccm-Pilot neben Weltmeister Cairoli mit der KTM 350 SX-F sein, Die anderen 23 Gegner werden in der Wüste mit 450-ccm-Viertakt-Maschinen antreten. «Die 350er ist fantastisch zu fahren. Wenn ich gut aus dem Startgatter komme… Mein Plan ist es, voll dabei zu sein und gegen Cairoli zu fahren, wie ich es 2008 gemacht habe», sagte Rattray. «Wir werden sehen, was wir schaffen können. Ich habe in Amerika viel dazugelernt; meine Fitness ist wahrscheinlich so gut wie noch nie in meiner Karriere.»

Rattray: Kein Respekt vor den etablierten MXGP-Fahrern

Rattray, der mit dem renommierten Trainer Aldon Baker (auch Ken Roczen und Ryan Villopoto betreut er) gearbeitet hat und weiterhin Tipps von ihm bekommen wird, sprach über sein neues Werksmotorrad, das viele Komponenten und das technische Niveau mit der KTM teilt. «Die 350er kann mehr wie eine 250er gefahren werden, du kannst sie auspressen und hart pushen. Ich denke, das kann auf ruppigen Pisten helfen und auch bei den zweiten Läufen eines GP, wenn die Strecke schon ziemlich zerstört ist. Cairoli ist ein Grosser, aber ich werde bis Katar nicht wissen, wo ich im Vergleich zu ihm stehe. Desalle und Strijbos (Anm.: die Suzuki-Werksfahrer) sind letztes in den USA mitgefahren. Desalles bestes Ergebnis war ein fünfter Rang. Danach ist er zurückgekehrt und hat in Europa gewonnen. Wenn ich die Serien vergleiche, sehe ich unterschiedlichen Rennsport, verschiedene Strecken, andere Luftfeuchtigkeit.»

Der neue Husqvarna-Star schilderte weiter: «Wir haben eine Menge Testfahrten gemacht. Ich denke, die 350er ist fantastisch für die Strecken, die nicht so schnell und mehr technisch sind. Das Team ist grossartig und wird sehr professionell geführt. Antti (Anm.: Teammanager und Ex-GP-Pilot Antti Pyrhönen) macht einen guten Job und wir haben natürlich die Unterstützung des Werks in Österreich. Um konkurrenzfähig zu sein, musst du auf Werksmaterial sitzen. Das war die beste Möglichkeit, um nach Europa rüberzukommen und hier die Technik zu bekommen, die in den letzten fünf Jahren so erfolgreich war.»

IceOne-Teammanager lobt die TC350 ebenfalls

Pyrhönen ist von der FC350 ebenfalls begeistert und auch davon, welche Auswirkungen das schmalere Bike, das tiefere Gewicht, das sportliche Handling und die Power-Verfügbarkeit auf das Team haben wird. «Es ist wirklich ein aussergewöhnliches Motorrad und es ist grossartig, dass wir diese Werks-Option schnellen Fahrern bieten können, die aus der MX2-Klasse aufsteigen», sagte der Finne.

Während Rattray neugierig ist, ob er sein Niveau wieder wie damals im Grand-Prix-Sport erreichen und Tony Cairoli (seit 2009 immer MX1-Weltmeister) herausfordern kann, weiss er gleichzeitig auch um die unschätzbare Erfahrung des Italieners, die Puzzlesteine für einen Titelgewinn zusammenfügen zu können. «Unter dem Strich brauchst du eine solide Struktur um dich herum. Das ist der Grund, warum Cairoli so erfolgreich ist», behauptet der Südafriker. «Er ist fit, steckt viel Arbeit rein, und die ganze Struktur um ihn herum ist wie eine Maschine. Er ist 'da' in jedem Rennen. Wenn er nicht gewinnt, schnappt er sich einfach Rang 2 oder 3. Er arbeitet immer am grossen Bild. Das war auch 2008 so. Ich war verzweifelt, wenn ich an einem Wochenende nicht gewinnen konnte. Aber nach einigen Rennen erkennst du, dass der Ball ins Rollen kommt. Wenn du das einmal gemerkt hast, weisst du, dass du 16 oder 17 Runden zusammenfügen und in guter Form bleiben musst.»

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