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Joël Roelants: Wie sind die Chancen einer Genesung?

Von Thoralf Abgarjan
Nach seinem Unfall in Italien beklagte Joël Roelants akute Lähmungserscheinungen. Beim Grand-Prix von Deutschland bekundeten Fahrer, Offizielle und Fans ihre Unterstützung. Wie hoch sind die Chancen einer Genesung?

Der Unfall von Joël Roelants beim Grand Prix von Italien hat bei Fahrern, Offiziellen und Fans eine Welle der Solidarität ausgelöst: Nahezu alle Grand-Prix-Piloten hatten beim Grand Prix in Teutschenthal auf der Nummerntafel die Startnummer 34 des 24-jährigen Belgiers mit dem Slogan «stay strong» (bleib stark).

Auch Vermarkter Youthstream startete eine Kampagne mit Videobotschaften vieler Fahrerkollegen, um dem Belgier mentale Unterstützung zu geben, die in dieser Phase besonders wichtig ist. Viele Banner, Plakate und Fahnen mit der Startnummer 34 waren auf den Tribünen zu sehen.

Die Ursache der Ungewissheit: Im Gegensatz zu peripheren Nerven haben die Fasern des zentralen Nervensystems nach einer Schädigung ein sehr eingeschränktes Regenerationsvermögen. Eine Schädigung bleibt deshalb häufig unumkehrbar und ist nicht heilbar. «Eingeschränkt» bedeutet aber nicht, «keine». Es bleibt daher ein Hoffnungsschimmer, dass Joël Roelants nach seinem Unfall wieder auf die Beine kommt.

Die Nervenstränge des Zentralnervensystems verlieren nach der Ausreifung ihre Fähigkeit zu wachsen. Ob Joël Roelants Lähmungserscheinungen durch einen aktivierten Regenerationsprozess wieder verschwinden oder nicht, kann erst in einigen Wochen beurteilt werden.

Es gibt verschiedene Ansätze zur «Reparatur» von Nervenfasern und Schädigungen des Zentralnervensystems. «Wings For Life» hat Forschungsprojekte mit regenerationsfördernden Genen initiiert, die ein zelleigenes Programm zum Zellwachstum nach Schädigungen aktivieren. Spezielle Eiweiße (Importine) haben dabei eine besondere Funktion für den Transport der Verletzungssignale. 

Dass die in der Botschaft «stay strong» zum Ausdruck gebrachten Hoffnungen nicht unbegründet sind, zeigt die Geschichte des unvergessenen George Jobé: 2007 erlitt er bei einem schweren Unfall in Dubai Wirbelbrüche und hatte ebenfalls massive Lähmungserscheinungen. Mit beispielhaftem Willen und monatelangem, hartem Training schaffte der 5-fache Motocross-Weltmeister das Unmögliche und kam wieder auf die Beine!

Ein Sieg, der seine Erfolge als Sportler noch in den Schatten stellten sollte!

Genau darum geht es bei der aktuellen Kampagne für Joël Roelants: «STAY STRONG».

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