Tensfeld: Kjer Olsen Tagessieger, Kullas neuer Leader

Von Kay Hettich
ADAC MX Masters
In Tensfeld wurde toller MX-Sport geboten

In Tensfeld wurde toller MX-Sport geboten

Beim ADAC MX Masters im norddeutschen Tensfeld gewann der Däne Thomas Kjer Olsen vor WM-Star Kevin Strijbos (Suzuki). Dennis Ullrich (KTM) wurde nur Neunter und verliert die Gesamtführung an Harri Kullas.

18 Grad und bewölkt - die Wetterprognose wäre für jeden Sommerurlauber ein schlechter Tag gewesen, für das ADAC MX Masters im schleswig-holsteinischen Tensfeld hätte es nicht besser sein können. Nach spannenden Qualifikationsläufen am Samstag wurde den knapp 10.000 Wochenend-Besuchern auch am Rennsonntag ein nervenaufreibendes Event geboten.

Vor allem Thomas Kjer Olsen (19/DEN, Bodo Schmidt Motorsport, Husqvarna) profitierte auf der 1.850 Meter langen Tiefsand-Strecke des MCE Tensfeld e.V. von seiner Erfahrung als Sand-Spezialist. Mit zwei zweiten Plätzen freute sich der Däne am Ende über den Tagessieg und ließ sich von dem Zweitplatzierten Kevin Strijbos (30, Team Suzuki World MXGP) und dem Tagesdritten Arminas Jasikonis (18/LIT, Team Suzuki World MXGP) gebührend mit Champagner besprühen.

«Hier sind unheimlich viele große Namen an den Start gegangen und auch die Strecke war schwer zu fahren. Daher bin ich natürlich total stolz, dass ich hier so punkten und somit meinen zweiten Tagessieg in dieser Saison einheimsen konnte», freute sich der Fahrer des Bodo Schmidt Motorsport Teams, der bereits beim ADAC MX Masters in Fürstlich Drehna ganz oben auf dem Siegerpodest stand. Ohnehin gehört Olsen derzeit zu den absoluten Top-Stars der MX-Szene, ist er auch gerade auf dem besten Weg, MX-Europameister zu werden. Seine Eltern und seine Großeltern waren an diesem Wochenende extra mit nach Norddeutschland gereist, um ihren Sprössling tatkräftig zu unterstützen.

Für Dennis Ullrich (Sarholz-KTM) endete der Sonntag in Tensfeld mit einem weniger zufriedenstellenden Ergebnis. Der 22-Jährige konnte auf der Tiefsand-Strecke nicht an seine bisherigen Saison-Erfolge anknüpfen und verlor mit einem neunten Gesamtplatz die Führung an seinen finnischen Teamkollegen Harri Kullas (25, Sarholz-KTM).

Lokalmatador Mike Stender (25, Team Castrol Power1 Suzuki Moto-Base) landete nach beiden Läufen am Sonntag auf einem soliden zwölften Platz, zeigte sich aber dennoch zufrieden mit seinem Einsatz am Rennwochenende in seiner Heimat Norddeutschland. «Das Fahrerfeld hier war einfach extrem stark. Von den vielen WM-Piloten, die sich angemeldet hatten, waren sehr viele mit dabei, die auf Sand spezialisiert sind. Insofern werte ich es als tolle Erfahrung und bin jetzt nicht all zu frustriert», kommentierte der Eutiner seine Leistung.

Alle Ergebnisse aus Tensfeld.

ADAC MX Youngster Cup

Die beiden Rennen im ADAC MX Youngster Cup wurden heute vor allem von dem spanischen WM-Starter Jorge Prado (15/ESP, Red Bull KTM) und dem Niederländer Bas Vaessen (18, Team Suzuki World MX2) dominiert. Im ersten Lauf lieferten sich beide Fahrer einen erbitterten Kampf und machten es durch zahlreiche Überholmanöver und damit verbundene Führungswechsel bis zur letzten Sekunde spannend. Am Ende überzeugte Vaessen und zog kurz vor knapp noch einmal an seinem Rivalen vorbei.

In Lauf zwei lief es anfänglich dann jedoch nicht so vorteilhaft für den Suzuki-Piloten. Der Niederländer musste sich nach einem Ausrutscher direkt in der ersten Kurve nach dem Start nach vorne arbeiten. Dies tat er jedoch mit Bravur, schaffte es der 18-Jährige final sogar noch bis auf den dritten Platz. Für die Gesamtwertung des Tages verhalf der Sieg in Lauf eins und der dritte Rang in Lauf zwei dem derzeit Tabellenzweiten zum zweiten Gesamtplatz in Tensfeld, was Vaessen jedoch keinesfalls glücklich stimmte. «Ich wäre heute gern mit dem Red Plate nach Hause gefahren, daher bin ich schon etwas enttäuscht. Die Rennen waren allerdings einfach nur der Wahnsinn und haben unheimlich viel Spaß gemacht. Wenn es so eine knappe Kiste ist, dann ist der Adrenalinkick nämlich noch mal größer», erklärte der Suzuki-Werksfahrer.

Tagessieger wurde am Ende der 15-jährige Prado, der seine Gast-Teilnahme am ADAC MX Masters im Norden der Republik sichtlich genoss: «Bas und Miro waren sehr starke Gegner, das hat mich extrem herausgefordert. Die Organisation des Masters ist wirklich beeindruckend und bietet einen großen Anreiz für jeden Top-Fahrer», so der MX-Weltmeister von 2012, der sich zudem im vergangenen Jahr den Titel als MX-Europameister holte. Als Dritter ließ sich der ADAC MX Youngster Cup-Spitzenreiter Miro Sihvonen (17, Diga Junior Racing Team, KTM) feiern.

Alle Ergebnisse aus Tensfeld.

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