KTM im Motocross: Marktanteil von bis 80 Prozent

Von Günther Wiesinger
Motocross-WM
Jeffrey Herlings ist das KTM-Aushängeschild in der Motocross-WM MXGP 2018

Jeffrey Herlings ist das KTM-Aushängeschild in der Motocross-WM MXGP 2018

Nach den Erfolgen im Motocross- und Enduro-Sport nahm KTM den Straßenrennsport ins Visier. Warum das Racing-DNA für den österreichischen Hersteller so wichtig ist, verriet KTM-Vorstand Hubert Trunkenpolz.

KTM will durch den Slogan «Ready to Race» weiterwachsen und neue Märkte erschließen. Der Vorstandsvorsitzende Stefan Pierer will bis 2022 bereits 400.000 Motorräder verkaufen und die Zweitmarke Husqvarna neben KTM und BMW zum drittgrößten Motorradhersteller Europas machen.

Im Gegensatz zu BMW, Ducati und Triumph planen KTM und Husqvarna in der Serie keine Ausweitung der Palette auf Drei- oder Vierzylinder-Motoren. KTM und Husqvarna beschäftigen in diesem Jahr 79 Werksfahrer und bei den Werksteams insgesamt mehr als 500 Teammitglieder.

Bisher hat KTM 288 Weltmeistertitel gewonnen, 137 davon sind Konstrukteurs-Weltmeisterschaften, 151 sind Fahrer-WM-Titel.

Übrigens: Den ersten WM-Titel sicherte sich der Russe Gennadi Moissejew 1974 in Wohlen/Schweiz in der Motocross-WM bis 250 ccm.

Der Oberösterreicher Hubert Trunkenpolz hat als KTM-Vorstand für Marketing und Vertrieb vor vier Jahren stark auf den geplanten MotoGP-Einstieg der Orangen aus Mattighofen Einfluss genommen. Die Rechnung ist aufgegangen. KTM bricht Verkaufsrekorde und will 2022 schon 400.000 Motorräder verkaufen. «Wir kommen aus der Offroad-Szene, aber inzwischen verkaufen wir mehr Straßenmaschinen als Offroad-Motorräder», hält Trunkenpolz fest.

Inzwischen ist KTM als einziger Hersteller in allen drei GP-Klassen vertreten, dazu werden die 250-ccm-Einzylinder-Maschinen RC250 für den Red Bull Rookies-Cup beigesteuert. «Wir müssen in die Königsklasse. Die zusätzlichen Kosten werde ich durch zusätzliche verkaufte Motorräder wieder hereinholen», kündigte Trunkenpolz im Frühjahr 2014 an, dessen Familienname für das T in KTM steht.

«Racing gehört zur DNA von KTM», betont Trunkenpolz. «Wir können stolz darauf sein, was wir im Motorsport schon alles erreicht haben. Denn wir sind auch bei der Dakar-Rallye, in der Motocross-WM und in der US-Supercross-Szene erfolgreich. Was uns bis zur Saison 2017 gefehlt hat, war die MotoGP-WM, das war für uns der ‚missing link’. Dadurch konnten wir unseren Talenten aus der Moto3-WM nie geeignete Aufstiegschancen anbieten. Jetzt haben wir für diesen Zweck die Moto2 und die MotoGP.»

Tatsächlich ist Johann Zarco der erste Rennfahrer, der vom Rookies-Cup mit KTM bis in die MotoGP-WM kam. Miguel Oliveira wird 2019 der erste Fahrer sein, den KTM und Red Bull von der Moto3 (WM-Zweiter 2015) über die Moto2 (WM-Zweiter 2018) bis in die Königsklasse (bei Tech3-KTM) begleitet hat.

Trunkenpolz: «Wir haben unseren Bekanntheitsgrad durch den MotoGP-Einstieg deutlich gesteigert. Wir haben auch wirtschaftlich davon profitiert und im Vorjahr erstmals 239.000 Motorräder verkauft und mit 1,5 Milliarden Euro Umsatz neue Rekorde erzielt. Der Wiedererkennungswert unserer Marke hat sich deutlich verbessert. Dazu verkaufen wir immer mehr Straßenmotorräder, nachdem wir im Offroad-Segment schon Marktanteile bis zu 70 und 80 Prozent haben.»

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