Sprit-Wettlauf gegen die Zeit für vier Formel-1-Teams?
Kraftstoff-Lieferant Petronas wartet laut einem Bericht unserer italienischen Kollegen noch auf grünes Licht für seinen Formel-1-Sprit für die neue Saison. Vier Teams wären betroffen.
Am vergangenen Wochenende fand in Kuala Lumpur das große MotoGP-Saisonstartevent statt. SPEEDWEEK.com-Autor Adam Wheeler mit einer Bewertung der visuell opulenten Eröffnungsveranstaltung.
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In 19 Tagen findet in Melbourne/Australien der erste Grand Prix der neuen Saison statt. In nur 17 Tagen steigt entsprechend das erste Freitagstraining. Die Fans können es kaum erwarten, dass die Formel 1 so richtig aus der Winterpause zurückkehrt, nicht mehr nur Tests, sondern richtig Rennen fährt. Für vier Teams könnte die Zeit bis zum ersten GP allerdings gern noch etwas länger sein – denn wie unsere Kollegen vom italienischen Motorsport Network berichten, hat Spritlieferant Petronas noch kein grünes Licht für seinen neuen Kraftstoff für 2026 bekommen. Petronas ist der Sprit-Partner von Motorenbauer Mercedes. Das Mercedes-Werksteam, McLaren, Williams und dieses Jahr neu Alpine fahren mit Mercedes-Motor, sind also betroffen.
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Genehmigungsprozess ist in diesem Jahr komplizierter Die mit dem neuen Reglement vorgeschriebenen nachhaltigen Kraftstoffe müssen vor der Saison «homologiert» werden, also offiziell genehmigt. Das war bereits in den vergangenen Jahren so. Mit der Verwendung nachhaltiger Kraftstoffe ab 2026 ist der Prozess allerdings um ein Vielfaches komplizierter geworden. Eine externe Firma kümmert sich um die Zertifizierung und überprüft dabei auch Herstellungsprozess, Lieferketten und viele Details über den eigentlichen Sprit hinaus. Das braucht Zeit – und ist bei Petronas laut dem Bericht noch nicht abgeschlossen. Dass die vier Teams wegen einer ausstehenden Sprit-Genehmigung nicht fahren dürfen, ist allerdings sehr unwahrscheinlich. Stattdessen dürfte – so denn nicht ohnehin einfach der Kraftstoff rechtzeitig homologiert wird – ein Ersatzkraftstoff zum Einsatz kommen, der aus bereits genehmigten Komponenten besteht. Allerdings dürfte der dann ein Plan B, C oder D sein – und entsprechend weniger Leistung bringen als die maßgeschneiderte Plan-A-Variante. Nicht der einzige Ärger im Hause Mercedes – auch über den Motor wird vor dem Saisonbeginn diskutiert.
Vor dem ersten GP-Wochenende in Australien (6.-8. März) steht in dieser Woche von Mittwoch bis Freitag (18.-20. Februar) ein letzter Test in Bahrain an. SPEEDWEEK.com berichtet von vor Ort.
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