Phillip Island, Freitag: Aprilia vor Honda & Kawasaki

Von Ivo Schützbach
Superbike-WM
Aprilia-Werkspilot Lorenzo Savadori fuhr am Freitag überraschend Bestzeit

Aprilia-Werkspilot Lorenzo Savadori fuhr am Freitag überraschend Bestzeit

Das Ergebnis der drei freien Trainings der Superbike-WM auf Phillip Island ist überraschend: Aprilia und Honda sind stark wie lange nicht mehr, Weltmeister Jonathan Rea (Kawasaki) nur auf Platz 5.

In der Saison 2018 gibt es am Freitag statt der zwei einstündigen freien Trainings wie bisher drei Sessions á 40 Minuten.

Nachdem die Tests am Montag und Dienstag bei zwar windigem aber trotzdem schönem Wetter stattfanden, kam Donnerstagnacht der Regen. Das erste Training am Freitagmorgen um 9.45 Uhr, Australien ist gegenüber MEWZ zehn Stunden voraus, fand auf nasser Strecke statt.

Weltmeister Jonathan Rea setzte sofort die Bestzeit, der Kawasaki-Star fuhr zeitweise 2,8 sec (!) schneller als der Zweitplatzierte. Es dauerte 14 Minuten, bis Michael van der Mark (Pata Yamaha) als Erster unter 1 sec Rückstand gegenüber Rea blieb.

Zur Halbzeit fuhren Javier Fores (Barni Ducati) und Alex Lowes (Pata Yamaha) fast auf Augenhöhe mit Rea und lagen nur 3/10 sec zurück, ab Platz 6 wuchs der Rückstand um Sekunden.

Bis 2 Minuten vor Ende lag Rea deutlich in Front. Während der Nordire in der Box saß und das Training bereits beendet hatte, stürmte Ducati-Werksfahrer Marco Melandri in 1:42,974 min an die Spitze. Weil die Session 30 sec vor dem regulären Ende abgebrochen wurde, blieb der Italiener vor Rea, Eugene Laverty (Aprilia), Fores und Lowes. Patrick Jacobsen aus dem deutschen Triple-M-Team überraschte als Sechster als bester Honda-Pilot.

FP2: Honda endlich wieder Spitze

Zum zweiten freien Training war der Phillip Island Circuit trocken, womit die Zeiten aus dem ersten Training nicht mehr aussagekräftig waren.

In den Tests am Montag und Dienstag fuhr Rea in 1:30,598 min Bestzeit, Laverty übernahm auf seiner Werks-Aprilia früh mit 1:30,746 min die Führung.

Nach drei Minuten stürzte Alex Lowes und verschrottete dabei seine Werks-Yamaha, für den Engländer war das Training gelaufen. Wenig später tat es ihm Loris Baz mit seiner Althea-BMW gleich.

Lavertys Bestzeit hielt bis fünf Minuten vor Schluss, dann übernahm Camier auf der Red-Bull-Honda die Spitze! Seit 2016 stand kein Honda-Pilot mehr an der Spitze einer Zeitenliste.

Camiers 1:30,722 min wurde erst in den letzten Sekunden von Lorenzo Savadori auf der Aprilia RSV4 um 0,315 sec unterboten. In 1:30,407 min fuhr der Italiener die schnellste Zeit in dieser Woche.

Camier blieb hinter Savadori Zweiter, ihm folgen Laverty, Sykes, Melandri, Rea, van der Mark, Fores und Davies. Jake Gagne als zweiter Honda-Pilot komplettierte die Top-10, Markenkollege Jacobsen wurde 15.

FP3: Savadori und Aprilia bleiben vorne

Über den Mittag hat es erneut geregnet. Als die Superbikes um 15.35 Uhr zum dritten Training auf die Strecke kamen, war sie aber bereits wieder trocken. Trotzdem konnten sich von den 22 Fahrern nur 9 verbessern, die Zeiten der Top-5 blieben gleich.

Gagne stürzte fünf Minuten vor Schluss und landete letztlich auf Platz 11.

Rea war drauf und dran Bestzeit zu fahren, hatte in der letzten Sektion aber einen Highsider, den er nur mit Mühe abfangen konnte – lediglich Platz 5 für den dreifachen Weltmeister.

Als Top-10 qualifizierten sich Savadori, Camier, Laverty, Sykes, Rea, Melandri, van der Mark, Fores, Davies und Lowes direkt für Superpole 2, in der am Samstag die Startplätze 1 bis 12 ausgefahren werden. Die restlichen Fahrer müssen den Umweg über Superpole 1 nehmen, aus der sich nur die zwei Schnellsten für Superpole 2 qualifizieren.


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