BMW 2019: So sieht die SBK-Zukunft im Idealfall aus

Von Ivo Schützbach
Superbike-WM
BMW-Zögling Markus Reiterberger

BMW-Zögling Markus Reiterberger

Bis im Juli werden bei BMW Motorrad in München die Entscheidungen gefällt, wie es in der Superbike-WM ab 2019 weitergeht. Alle Hoffnungen ruhen auf dem neuen Geschäftsführer Markus Schramm.

Seit 1. Mai 2018 hat Markus Schramm bei BMW Motorrad das Ruder in der Hand. BMW-Fans auf der ganzen Welt hoffen, dass er mehr Herz als sein branchenfremder Vorgänger Stephan Schaller für das Thema Motorrad im Allgemeinen und den Motorradsport im Besonderen beweist. Der 55-Jährige gilt als begeisterter und guter Motorradfahrer und arbeitet seit 1991 in der BMW Gruppe.

BMW-Rennchef Marc Bongers hat ein Konzept erarbeitet, mit dem BMW in der Superbike-WM einen deutlichen Schritt nach vorne machen würde. Aus München ist zu hören, dass bis Juli die Weichen für die sportliche Zukunft im Spitzensport gestellt werden.

«Aus dem Motorsportherz gesprochen wäre es natürlich schön, wieder an der Spitze mitzumischen», sagte Bongers gegenüber SPEEDWEEK.com. «Mit dem Aufwand, den wir aktuell im Kundensport betreiben, ist das nicht machbar.»

Nach der Saison 2013 wurde das Superbike-Werksteam zugesperrt, seitdem heißt die Doktrin «Kundensport».

In der Superbike-WM, der weltweit höchsten Rennsport-Kategorie für serienbasierte Motorräder, bedeutet dies, dass BMW Werks-Motoren und -Elektronik an seine Kunden liefert. Um die Chassis-Entwicklung müssen sich die Teams selbst kümmern – eine vorhersehbare Totgeburt.

In den letzten fünf Jahren ist BMW deshalb ins Hintertreffen geraten, obwohl sie mit der S1000RR eines der besten Serienmotorräder haben. Podestplätze sehen wir seit Ende 2013 keine mehr.

Kommenden Herbst wird die neue S1000RR vorgestellt, das Roll-out der Rennversion ist für diesen Juni vorgesehen.

Erteilt die BMW-Geschäftsleitung ihre Zustimmung, bekommen die Superbike-Teams 2019 wieder Unterstützung bei der Chassis-Entwicklung. Im Idealfall stellt BMW seinen Teams fertige Rennmaschinen zur Verfügung, wie es Aprilia und Ducati machen, und unterstützt seine Teams außerdem personell und finanziell.

Um gut aufgestellt zu sein, möchte BMW mit zwei Teams arbeiten. Werner Daemen soll mit Markus Reiterberger in die Weltmeisterschaft aufsteigen und ein zweiter starker Fahrer ins Team geholt werden.

Mit dem Althea-Team von Genesio Bevilacqua soll es weitergehen, der italienische Keramik-Industrielle signalisiert großes Interesse.

Weil das Team von Werner Daemen, dieses Jahr unter dem Namen alpha Racing Van Zon BMW in der Superstock-1000-EM unterwegs und nach fünf von acht Rennen mit Reiti an der Spitze, einen sehr guten Draht nach München und zur Rennabteilung in Berlin hat, soll sich dessen Truppe um die Basisentwicklung der neuen S1000RR kümmern.

«Aus organisatorischer und technischer Sicht können sie WM machen, sie haben dazu qualifiziertes Personal», urteilte BMW-Rennchef Bongers. «Das ist ein Team mit absolutem Siegerwillen, sie werden auch immer so viel wie nötig tun, um nach vorne zu kommen. Althea ist hingegen kein Entwicklerteam. Sie können ein komplett entwickeltes Bike, wie sie in der Vergangenheit gezeigt haben, als Kundenteam gut einsetzen. Ein Motorrad mit der Unterstützung vom Hersteller voranzutreiben ist eine andere Geschichte, die sie nur sehr begrenzt im Kreuz haben.»

Als drittes Team kann sich Shaun Muir Racing, dieses Jahr als Milwaukee Aprilia in der Superbike-WM unterwegs, einen Start auf BMW vorstellen. Eigentümer Shaun Muir verhandelt auch mit Aprilia, die besten Chancen für eine erfolgreiche sportliche Zukunft wittert der Engländer aber bei Ducati. Erste Gespräche zwischen Muir und Ducati-Sportdirektor Paolo Ciabatti fanden bereits statt, der Hersteller aus Bologna sähe gerne zwei der neuen V4 in seinem Team.

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