Begehrter Kawasaki-Job: Haslam auf dem Schleudersitz?

Von Ivo Schützbach
Superbike-WM

Für die Superbike-WM 2020 ist Alex Lowes bei vier Werksteams abgeblitzt, der Engländer spekuliert jetzt auf den Platz von Leon Haslam bei Kawasaki. Haslam traut sich eine deutliche Leistungssteigerung zu.

Leon Haslam erledigt im Kawasaki-Werksteam an der Seite von Rekordweltmeister und WM-Leader Jonathan Rea einen soliden Job: In 25 Rennen war er 18 Mal in den Top-6 und fuhr sechsmal als Dritter aufs Podest. Bevor es am nächsten Wochenende in Portimao ins letzte Saisondrittel geht, ist der Engländer mit 202 Punkten Gesamtfünfter, zum dritten Alex Lowes (Pata Yamaha) fehlen ihm aufholbare 18 Punkte.

Obwohl Lowes die beste WM-Saison seiner Karriere fährt, muss er im Yamaha-Werksteam für Toprak Razgatlioglu Platz machen, der 2020 an der Seite von Michael van der Mark fahren wird.

Seit Juli sind Lowes und sein Manager Neil Hodgson auf Jobsuche, nach Yamaha sind sie auch bei den Werksteams von BMW, Ducati und Honda abgeblitzt. Die letzte Hoffnung auf ein Werksmotorrad bietet sich dem 28-Jährigen bei Kawasaki, er würde gerne den Platz von Haslam übernehmen. Im Vergleich spricht nur das Alter eindeutig für Lowes, er ist gut sieben Jahre jünger.

«Lowes und Haslam gehören zu den Top-6 in der Superbike-WM und werden deshalb in Betracht gezogen», ist bei den Verantwortlichen von Kawasaki zu hören. «Haslam erledigt großartige Arbeit, wir werden noch einige Tage oder Wochen warten, bevor wir eine Entscheidung treffen.»

Haslam, Vizeweltmeister 2010 auf Suzuki, hat in seiner langen Karriere fünf Siege und 45 Podestplätze errungen. Lowes hat einmal gewonnen (Brünn 2018) und stand 16 Mal auf dem Podest.

Die letzten drei Jahre war Haslam in der Britischen Meisterschaft unterwegs, wo ohne elektronische Hilfen gefahren wird. Natürlich brauchte er einige Zeit, um sich an die ausgefeilte Elektronik der ZX-10RR zu gewöhnen und sagt deshalb über seinen bisherigen Saisonverlauf: «Was die Resultate betrifft, bin ich nicht zufrieden. Einige hätten deutlich besser sein können. Es gab Rennen, in denen hatte ich Reifenprobleme, in anderen war ich verletzt. Deshalb musste ich mich öfter mal zufriedengeben, das liegt aber nicht in meiner Natur. Ich kämpfe bis zum Zielstrich, egal ob es um Platz 3 oder 10 geht. Oft konnte ich das dieses Jahr aber nicht, weil ich wegen verschiedener Aspekte des Motorrads eingeschränkt war. Mein Rhythmus und meine Pace sind gut, ich habe mich auch schnell angepasst und viel gelernt.»

Der 36-Jährige weiter, der 2019 zusammen mit Rea für den ersten Kawasaki-Sieg beim Suzuka Eight Hours seit 26 Jahren gesorgt hat: «Trotzdem hatte ich immer das Gefühl, als lag ich ein Training zurück. Wenn wir auf Strecken kamen, auf denen wir zuvor getestet haben, half mir das. Auf unbekannten Strecken vermutete ich Probleme, kannte sie vorab aber nicht. Im ersten Training stellst du dann fest, wo es klemmt und änderst Sachen für FP2. Dort musst du aber auch Reifen testen und schauen, dass du auf Speed kommst. Ich weiß, wo ich mit dem Motorrad strauchle, kann das aber teilweise nicht ändern. Johnny fährt am Freitag im ersten Training mit einem Bike auf die Strecke, auf welchem er seit fünf Jahren sitzt, und fährt in der zweiten Runde Rekord. Ich brauche zwei Trainings, bis ich das Motorrad verstanden habe. Wenn das gelingt, bin ich nahe dran. Das Team erwartet von mir, dass ich in die Top-5 fahre, meine Erwartungen sind höher – ich will Dritter in der Weltmeisterschaft werden. Mit einem zweiten Jahr auf diesem Motorrad traue ich mir einiges mehr zu, als ich dieses Jahr zeigen konnte. Oft wäre mehr als ein siebter oder fünfter Platz möglich gewesen, hätte ich das Motorrad besser gekannt.»

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