Audi-Teamchef Wheatley zu Aston Martin? Teams sprechen von Spekulation
Da hat jemand am 19. März tüchtig in ein Wespennest gestochen, mit der Nachricht, wonach Aston Martin als Teamchef-Nachfolger von Adrian Newey bei Audi wildere und Jonathan Wheatley hole.
Hat sich Jonathan Wheatley bereits entschieden? Dem 58-jährigen Engländer wird nachgesagt, seinen Job als Teamchef des Formel-1-Rennstalls von Audi zu quittieren und dem Sirenengesang aus Silverstone zu folgen – als Steuermann des leck geschlagenen Aston Martin-Schiffs und damit als Nachfolger von Adrian Newey, der sich wieder ganz um die Technik kümmern soll.
Unser italienischer Kollege Roberto Chinchero hatte als Erster vom Plan Aston Martins berichtet, dass Aston Martin bei Audi wildert, für das Netzwerk von motorsport.com.
Wheatley von Audi zu Aston Martin, das macht Sinn und kein Sinn gleichermassen, je nach Blickwinkel. Sinn macht es, weil nicht jeder Brite mit dem Leben in der Schweiz klarkommt. Oft sind es auch familiäre Sachzwänge, welche verhindern, dass erstklassiges Fachpersonal gar nicht erst zu Audi (früher Sauber) kommen will oder nach einiger Zeit wieder geht.
Sinn macht das Ganze auch aus Sicht von Aston Martin: Adrian Newey ist mit der Doppelrolle als Teamchef und Technikleiter nicht zufrieden. Auch der Tag des besten Formel-1-Designers hat nur 24 Stunden.
Was Aston Martin und Audi sagen
Auf der anderen Seite: Audi ist im Aufbau, Jonathan Wheatley machte eigentlich einen zufriedenen Eindruck mit seiner Rolle. Die Rollenverteilung zwischen ihm und F1-Projektleiter Mattia Binotto schien zu stimmen.
Wheatley, der langjährige Sportdirekter von Red Bull Racing, hatte seine neue Rolle bei Sauber, dann Audi erst am 1. April 2025 angetreten.
Aston Martin und Audi verstecken sich hinter Stehsatz. Die Grünen teilen mit: «Unser Rennstall wird sich nicht auf Spekulationen in den Medien einlassen über die Team-Führung. Adrian Newey ist auch weiterhin Steuermann, als Teamchef und leitender Techniker.»
Audi sagt zur Hammer-Meldung vom 19. März: «Wir sind uns der jüngsten Meldungen in den Medien bewusst. Was uns betrifft, so gibt zu diesem Zeitpunkt nichts zu aktualisieren, und wir kommentieren grundsätzlich keine Gerüchte.»
Ein markantes Dementi ist das weder von der einen, noch von der anderen Seite, und bei dieser Geschichte gilt: Wo Rauch ist, da ist auch Feuer. Fortsetzung folgt.
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