Anthony West nach Platz 5: «Kontostand bei null»

Von Gordon Ritchie
Superbike-WM
Anthony West: Wie geht es für ihn weiter?

Anthony West: Wie geht es für ihn weiter?

Nach seinem sensationellen fünften Platz in Sepang ist die Zukunft von Anthony West weiter ungewiss. Ob er noch einmal für Pedercini Kawasaki antreten kann, ist noch unklar.

Da Sylvain Barrier und dessen Ersatz Lucas Mahias verletzt sind, wurde Anthony West engagiert, um in Sepang für das italienische Team Pedercini Kawasaki in der Superbike-WM anzutreten. Das Debüt des 34-Jährigen verlief äußerst vielversprechend. Im ersten Lauf sicherte er Platz 9, im Regen am Sonntag preschte er auf Platz 5 nach vorne. Mit dem richtigen Set-up wäre mehr möglich gewesen, versicherte West nach seinem sensationellen Rennen.

West verlor nach dem Misano-GP 2015 seinen Platz im QMMF-Team in der Moto2-Weltmeisterschaft. Er hatte in den ersten 13 Saisonrennen der Moto2-WM 2015 auf der Speed Up nur 30 Punkte gesammelt und Gesamtrang 19 belegt. Das höchste der Gefühle waren zwei siebte Plätze in Austin und im Regen von Silverstone.

Nach seinem Rauswurf versuchte er sich durch Einsätze in der Britischen Supersport-Meisterschaft für das Team Tsingtao MV Agusta, in der Spanischen Meisterschaft (CEV) für Fritze Tuning, der Asien Meisterschaft, der Supersport-WM und nun der Superbike-WM als Stammfahrer für 2017 zu empfehlen. Finanziell steht dem Australier das Wasser nämlich bis zu Hals. «Superbike ist die achte Weltmeisterschaft, in der ich am Start bin! Zuvor fuhr ich 125er-, 250er-, 500er-, Moto2- und MotoGP-WM, außerdem Supersport- und Endurance-WM», erinnert sich West.

Anthony, wirst du auch in Donington für Pedercini-Kawasaki antreten? «Sie haben noch nicht gesagt, dass ich definitiv fahren werde, aber ich habe schon das Gefühl. Die Mechaniker wollen mich auf jeden Fall im Team behalten. Es war aber der Plan, bis nach dem Rennen abzuwarten, um über alles weitere zu sprechen. Ich habe aber noch nicht einmal einen Flug irgendwohin, also weiß ich nur, dass ich bis Montag noch im Hotel bleibe und danach weiß ich nicht, ob ich nach Australien oder Europa reise.»

Was kommt danach auf dich zu? CEV, Supersport oder Superbike? «In der nächsten Woche könnte ich ein Moto2-Bike für die Spanische Meisterschaft testen. Oder ich kratze etwas Geld zusammen, um in Donington wieder die Yamaha R6 zu fahren. Ich habe heute etwas Geld verdient, aber nicht so viel. Auch in Asien habe ich am letzten Wochenende etwas verdient. Das sollte mich nach Donington bringen. Wenn ich dort die Yamaha in der Supersport-WM fahre, ist mein Kontostand aber wieder bei null. Die Yamaha, die ich in Assen fuhr, hatte ich aus Deutschland gemietet. Der Truck und die Mechaniker wurden von EAB aus den Niederlanden gesponsert. Ich musste für die Maschine und das Startgeld aufkommen. Zudem stürzte ich und brauchte Reifen», erklärte West.

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