Exklusiv: Die Hintergründe zum Supermoto-WM-Kalender

Von Markus Niegtsch
Supermoto-S1-WM
BPROM-Chef Danilo Boccadolce

BPROM-Chef Danilo Boccadolce

Anfang Februar präsentierten die FIM und Organisator BPROM einen überarbeiteten Supermoto-WM-Kalender 2014. SPEEDWEEK.com hat sich auf die Suche nach den Hintergründen gemacht.

Im überarbeiteten Kalender sind einige Überraschungen enthalten, deren Änderungen zunächst unverständlich waren. Der Estland-Grand-Prix war 2013 einer der bestbesuchten des Jahres und stellte für die skandinavischen Fahrer quasi deren Heimrennen dar. Unzählige finnische Fans des Weltmeisters Mauno Hermunen pilgerten nach Arensburg, um ihn und die anderen skandinavischen Fahrer live in Action zu sehen.

Allerdings sorgte die Strecke auch für Gesprächsstoff, da es zu vielen Unfällen und Verletzungen kam. Petr Vorlicek brach sich das Schlüsselbein und Fred Guerin kugelte sich die Schulter aus (Bericht HIER). Diesen Punkten wurde Rechnung getragen. «Der Estland-Grand-Prix wurde aus dem Kalender genommen, weil die Teams und Fahrer nicht gerne hingehen. Die Anreise ist teuer und wenig komfortabel. Außerdem gab es Beschwerden wegen der Sicherheit der Strecke», erklärt BPORM-Chef Danilo Boccadolce die Gründe gegenüber SPEEDWEEK.com

Nach dem Besuch von Boccadolce und seinem Team beim Superbiker in Mettet, war im ursprünglichen Kalender ein Superfinale in Mettet aus Superbiker und WM-Finale angedacht. Für die Zuschauer sicherlich DER Mega-Event. Aber es waren auch Fragen offen wegen des Zeitplans, wie können die Fahrer an beiden Events teilnehmen, was passiert, wenn sich jemand beim Superbiker verletzt und dadurch nicht mehr Weltmeister werden kann? «Der belgische Grand Prix wurde gestrichen, um es den Spitzenfahrern aus der WM zu ermöglichen, auch beim Superbiker anzutreten und dort Geld zu verdienen. Also eine Entscheidung zum Wohle der Fahrer und Teams, die uns dafür gedankt haben», begründete der Italiener die Entscheidung.

Statt Mettet Anfang Oktober soll nun Ende August ein Rennen in Brasilien stattfinden, der Ort ist noch unklar. «Der lokale Organisator muss sich noch zwischen zwei permanenten und attraktiven Kursen in der Nähe von Porto Alegre entscheiden», präzisierte der BPROM-Chef. «Jeder permanent eingeschriebene S1-Fahrer erhält drei Flugtickets. Außerdem werden die Kosten für den Motorrad- und Ersatzteiltransport übernommen. Insgesamt werden die Teams mit einem Betrag von zirka 114.000 Euro unterstützt», gibt er auch hinsichtlich der Kosten Entwarnung.

Woher das Geld stammt, ob staatliche Stellen oder Tourismusbüros in die Tasche greifen, möchte Boccadolce nicht preisgeben: «Das sind grundsätzlich vertrauliche Informationen, die wir nicht weitergeben können».

Mit der Aussage, dass der Brasilien-GP in der Nähe von Porto Alegre stattfindet, dürften auch die Hoffnungen von Petr Vorlicek auf ein Rennen in der Anlage von Beto Carrero zunichte sein: Porto Alegre befindet sich zirka 400 km südwestlich davon.

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Ivo Schützbach
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