Thierry van den Bosch: Ursachen seines Leidens

Von Markus Niegtsch
Supermoto-S1-WM
Hartmut Semsch, Geschäftsführer von Ortema

Hartmut Semsch, Geschäftsführer von Ortema

Die Verletzung an Thierry van den Boschs rechtem Arm gibt Rätsel auf. SPEEDWEEK.com sprach mit den Experten von Ortema, wie schlimm es um die Karriere des vierfachen Supermoto-Weltmeisters steht.

Thierry van den Bosch klagt über Taubheit in der rechten Hand, kein Arzt konnte die Ursache bislang beseitigen. SPEEDWEEK.com bat Ortema-Geschäftsführer Hartmut Semsch um die Erklärung der Verletzung.

«Thierry van den Bosch ist einer der herausragenden Supermoto-Fahrer der letzten Jahre, den wir bei der Ortema GmbH auch schon seit vielen Jahren mit persönlicher Schutzausrüstung betreuen», erzählte Semsch.

«Sein momentanes Problem kann vielschichtig sein. Nachdem er auch eine Halswirbelsäulenverletzung bei einem Sturz erlitten hat, sollte auf Grund unserer Erfahrung zuerst einmal abgeklärt werden, ob die Sensibilitätsausfälle an der rechten Hand nicht auch von dort herrühren könnten.»

«Leider ist es bei neurologischen Problemen nicht immer so einfach, die direkte Ursache schnell zu finden und sie konkret zu lokalisieren. Nachdem er Mittels Kortison offensichtlich den Entzündungsherd eingedämmt hatte und sich eine Besserung einstellte, ist natürlich auch eine Überlastung des rechten Armes und der Hand denkbar.»

«Hierzu können Nervenleitgeschwindigkeitsmessungen weitere Informationen und Rückschlüsse auf eine Einengung der Nerven und der damit verbundenen Störung geben. Jedoch belastet die 2005 gebrochene und bis dato nicht 100-prozentig funktionsfähige linke Schulter die rechte Hand zusätzlich. Dies kann durch die Dysbalance gerade in einer Sportart wie Supermoto, wo starke Beschleunigungen, harte Bremsmanöver, schnelle Richtungswechsel und ein teilweise stark beanspruchender Offroad-Anteil hohe Anforderungen an den Schultergürtel, den Ellbogen und die Hand stellen, schnell zu einer Überbeanspruchung einzelner Regionen und Gelenke führen. Daraus kann auch in kurzer Zeit eine Entzündung rühren, die dauerhaft Probleme hervorrufen kann.»

«Die Empfehlung ist der Besuch bei einem auf Sportverletzungen spezialisierten Spezialisten für Orthopädie und Neuroorthopädie. Bei uns in der Orthopädischen Klinik Markgröningen ist mittlerweile ein solches Zentrum für Motorsportler entstanden, wo verschiedene Disziplinen gebietsübergreifend zusammenarbeiten. Neben der Sportorthopädie gibt es eine Neuroorthopädie und eine Klinik für Handchirurgie. Hier können verschiedene Spezialisten interdisziplinär abklären, wo solche Problemstellungen herkommen können und Behandlungsmethoden einleiten. Zuerst liegt der Fokus auf der konservativen Therapie. Wenn es jedoch zielführend ist, können operative Wege eingeschlagen werden. Dies ist jedoch immer im Einzelfall zu diagnostizieren und zu entscheiden und obliegt dem erfahrenen Mediziner.»

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