Katsuta beim Paraguay-Shakedown am schnellsten
Der Japaner erzielte auf der 4,92 Kilometer langen Strecke nahe Trinidad mit 2:24,4 Minuten die Topposition. Katsuta lag mit seiner Zeit 0,6 Sekunden vor Ott Tänak (Hyundai), während Teamkollege Thierry Neuville und Toyota-Fahrer Kalle Rovanperä sich den dritten Podiumsplatz mit nur einer Sekunde Rückstand gemeinsam teilten. Elfyn Evans, der Führende im WM-Zwischenklassement, fuhr auf den fünften Platz und lag 1,1 Sekunden zurück.
Katsuta knüpfte mit seiner Leistung an seine starke Form der letzten Zeit an, nachdem er im vergangenen Monat bei der Rallye Finnland schon einen hervorragenden zweiten Platz in der Gesamtwertung belegt hatte.
«Es war eine kurze Etappe, aber es gab schon einige Überraschungen. Die Fahrbahnbedingungen haben sich überraschend verändert. Das könnte ein sehr herausforderndes Wochenende werden, wenn das Terrain weiterhin sich so unberechenbar verändert», meinte Katsuta.
Seine Einschätzung wurde von weiteren Fahrern geteilt, die die Streckenführung als weit schwieriger als erwartet empfanden. Auch Tänak gehörte zu denen, die von den sich ständig ändernden Bedingungen überrascht waren.
«Nach dem Shakedown können wir sagen, dass es viel schwieriger aussieht als erwartet», sagte der Este.«Die Gripveränderungen sind enorm, es ist eine sehr schwierig einzuschätzende Fahrbahnoberfläche».
Der achtfache Weltmeister Sebastien Ogier, der nur zwei Durchgänge absolvierte und den sechsten Platz belegte, äußerte sich gleichfalls zu den offensichtlich schwierigen Bedingungen der weiteren Rallye. «Ich ahne jetzt schon, dass es kein einfaches Wochenende werden wird» meinte der Franzose. «Der Grip ändert sich stark. Die Strecke ist nicht leicht zu lesen und alles passiert bei sehr hohen Geschwindigkeiten. Schon die erste Etappe morgen früh wird sehr schwierig fahren zu sein sein».
Sami Pajari und Adrien Fourmaux belegten die Plätze sieben und acht, während das M-Sport Ford-Duo Josh McErlean und Grégoire Munster die Top 10 komplettierten.
Der Shakedown wurde vom paraguayischen Präsidenten Santiago Pena besucht. Pena absolvierte mutig im Beifahrersitz neben Ogier eine Testfahrt mit hohem Tempo. FIA-Präsident Mohammed Ben Sulayem begleitete das Staatsoberhaupt beim Rallyeauftakt hinweg.