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Viel Dramatik in Paraguay - Rovanperä führt

Von Martin Gruhler
Nach einem hochdramatischer Freitag übernahm Toyota-Pilot Kalle Rovanperä beim ersten Rallye-Weltmeisterschaftslauf in Paraguay die Führung.

Beim zehnten Rallye-WM-Lauf der Saison konnte der Ex-Weltmeister eigene Dramen vermeiden und führte den Wettbewerb nach acht Wertungsprüfungen mit 7,1 Sekunden Vorsprung vor Hyundai-Pilot Adrien Fourmaux an.

Rovanperä hatte nach der ersten WP mit 3,2 Sekunden Vorsprung auf Platz eins gelegen, geriet aber sehr schnell unter Druck von Fourmaux, der nach der dritten Prüfung die Führung übernahm.

Der Franzose begann, seinen Vorsprung stetig auszubauen, bis ihn ein Reifenschaden auf der vorletzten Etappe des Tages fast 20 Sekunden kostete. Das Pneumalheuer warf ihn auf den zweiten Platz zurück.

Rovanperä erlangte so die Führung zurück. Der Finne war sich aber bewusst, dass er am Freitag nicht der Schnellste gewesen war.
«Von der Position her stehe ich natürlich gut da, aber ich kann nicht sagen, dass ich wirklich glücklich über meine Leistung bin», kommentierte Rovanperä.«Wir waren heute nicht die Schnellsten und es war schon ein bisschen schwierig für uns. Wir müssen versuchen, morgen besser zu sein».

Fourmaux beendete den Tag nur 0,5 Sekunden vor seinem Hyundai-Teamkollegen Ott Tänak. Der hatte mit körperlichen Schmerzen zu kämpfen, die durch die holprige und mit vielen Sprüngen versehene der Cambyretá-Prüfung verursacht wurden. Auch weitere Fahrer empfanden die Piste als zu aggressiv ausgelegt.

Trotz des Reifenpechs sah Fourmaux den Tag trotzdem als positiv: «Das gehört leider zum Rallyesport. Es ist schade, dass wir heute Abend nicht in Führung liegen, aber es liegen ja noch zwei lange Tage vor uns».

Der Freitag von Sebastien Ogier verlief gleichfalls etwas unglücklich. Der achtfache Weltmeister wurde Vierter mit 17,7 Sekunden Rückstand auf den Spitzenreiter. Auf der zweiten WP hatte er 37,3 Sekunden wegen einem Reifenschaden hinten rechts verloren, was die Führung vereitelte. «Nach dem Pech von heute Morgen können wir mit dem Rest des Tages zufrieden sein», meinte Ogier.

Der WM-Führende Elfyn Evans lag 3,3 Sekunden hinter Ogier zurück und war mit seiner eigenen Leistung nicht zufrieden. Der amtierende Weltrmeister Thierry Neuville ist Sechster und fehlen 25,7 Sekunden auf Rovanperä

Ford-Pilot Josh McErlean liegt auf dem siebten Platz vor Sami Pajari (Toyota), der auf WP7 über zwei Minuten verlor, als er zum Reifenwechsel stoppen musste. Takamoto Katsuta lag knapp hinter McErlean, riss sich aber auf der vorletzten Etappe ein Rad an seinem Toyota ab und schied für die Etappe aus.

Gregoire Munster erlebte einen extrem schwierigen Tag: Bereits nach 900 Metern auf der ersten WP musste er über 40 Minuten lang anhalten, um nach einem Aufprall einen Querlenker zu wechseln. Die Morgenschleife absolvierte er dann ohne Vorderbremsen.
Ein heftiger Einschlag auf der ersten Etappe am Nachmittag erschwerte die Dinge weiter, da sich Munster dabei arge Schmerzen eingefangen hatte. Zudem waren der Heckflügel und der Frontsplitter an seinem Ford Puma abgefallen. «Es war ein furchtbarer Tag für uns. Aber wir haben es geschafft das Ziel zu erreichen», kommentierte der Luxemburger.

Citroen-Pilot Yohan Rossel führt die WRC2-Kategorie. Der Tag könnte für die Meisterschaft vorentscheidend sein. Mitfavorit Oliver Solberg (Toyota) lag an zweiter Stelle, verlor aber durch einen Reifenschaden über eine Minute und fiel auf den sechsten Platz zurück.

Gus Greensmith kämpfte um die Podiumsplätze, schied aber nach der Morgenschleife aus, als die Hinterachse seines Skoda kollabierte - wahrscheinlich durch einen heftigen Einschlag auf WP1 verursacht.

Ein weiterer Titelanwärter mit Nikolay Gryazin (Skoda), liegt mit 9,1 Sekunden Rückstand auf Rossel auf Platz zwei, der Lokalmatador Diego Domínguez (Toyota) wird auf Position drei notiert.

Rallye Paraguay, Zwischenstand (Freitag) nach acht von 19 Wertungsprüfungen

1.Rovanperä/Halttunen (Finnland) Toyota 1:16.13,3h
2. Fourmaux/Coria (Frankreich) Hyundai +7,1s
3. Tänak/Järveoja (Estland) Hyundai +7,6
4. Ogier/Landais (Frankreich) Toyota +17,8
5. Evans/Martin (Großbritannien) Toyota +21,1
6. Neuville/Wydaeghe (Belgien) Hyundai +25,7
7. McErlean/Treacy (Irland) Ford +1.18,4m
8. Pajari/Salminen (Finnland) Toyota +2.24,2
9. Rossel/Dunand (Frankreich) Citroen +2.57,6
10. Gryazan/Aleksandrov (Bulgarien) Skoda +3.06,7

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