Sébastien Ogier auf Kurs zum dritten Deutschland-Sieg

Von Toni Hoffmann
WRC
Sébastien Ogier gewann beide Durchgänge auf der «Panzerplatte»

Sébastien Ogier gewann beide Durchgänge auf der «Panzerplatte»

Der dreifache Champion Sébastien Ogier ist beim neunten Lauf der Rallye-Weltmeisterschaft auf Kurs zu seinem dritten Sieg bei der ADAC Rallye Deutschland und zum lange ersehnten dritten Jahres-Triumph.

Sébastien Ogier kann am Sonntagmittag in Trier eine für ihn ziemlich lange Durststrecke beenden. Die erste Asphalt-Rallye des Jahres kann den 34-fachen Laufsieger wieder auf die Erfolgsstraße zurückbringen. Bei den letzten Schotter-Rallyes blieb der dreifache Champion mit seinem VW Polo R WR`C ohne Siegerlorbeer, führt aber dennoch recht souverän die WM-Tabelle an. Nach den zwei Auftaktsiegen in Monte Carlo und in Schweden blieb ihm danach die Goldmedaille versagt. Doch nach 14 der 18 Entscheidungen der ADAC Rallye Deutschland spricht alles dafür, dass er sich am Sonntagnachmittag an der Trierer Porta Nigra sein drittes Jahres-Gold und den dritten Siegerkranz beim deutschen WM-Lauf abholen kann.

Die Königsprüfung, die 40,80 km lange berühmt-berüchtigte «Panzerplatte» spielte, wie schon öfter, Ogier den nahen Sieg in die Hände. Dort löste er nach dem ersten Durchgang seinen bis dahin führenden VW-Kollegen Andreas Mikkelsen an der Spitze ab. Mit seiner siebten Bestmarke bei der zweiten «Panzerplatte»-Passage baute der Vorjahressieger seine Führung auf 33,4 Sekunden aus. Mikkelsen selbst muss am Sonntag mehr nach hinten als nach vorne schauen, denn Dani Sordo ist im Hyundai i20 WRC bis auf 3,6 Sekunden an ihn herangekommen. Doch damit nicht genug. Er hat in Sordos Teamkollegen Thierry Neuville, zuvor noch Dritter, einen weiteren Verfolger, der nur vier Zehntelsekunden hinter Sordo in fast schon direkter Schlagdistanz lauert. Das Hyundai-Duell dürfte die dritte Etappe noch spannend machen.

«Wir hatten diesmal eine bessere Reifenwahl getroffen. Die weichen Reifen waren richtig. Ich habe zwar jetzt einen sauberen Vorsprung, aber morgen liegen immer noch 60 Kilometer vor uns, dabei auch eine tückische Prüfung in den Weinbergen», hielt Ogier seine Hoffnungen auf seinen 35. Laufsieg etwas flach.

«Ich habe heute einiges versucht, aber so richtig rund lief es am Nachmittag nicht mehr. Ich fand nicht das rechte Vertrauen in den Grip. Aber viel konnte ich ohnehin nicht machen. Jetzt muss ich morgen auf den Kampf mit Dani und Thierry konzentrieren», gab der Polen-Sieger Mikkelsen zu Protokoll.

Das Hyundai-Duell

«Okay, das war eng. Aber es ist schwierig, hier die richtige Zeit zu erreichen. Ich bin mit dem dritten Platz sehr zufrieden. ich freue mich auf dem Kampf morgen. Das Auto war am Ende perfekt», erklärte Sordo, der auf der «Panzerplatte» Neuville um vier Zehntelsekunden vom dritten Platz verdrängte und der 2013 im Citroën DS3 WRC in Trier gewonnen hatte.

«Die Prüfung war okay, aber im letzten Abschnitt hatte ich Untersteuern, das kratzte etwas an meinem Vertrauen. Ich denke, wir erleben morgen noch um Platz zwei einen sehr interessanten Kampf», meinte der Italien-Sieger Neuville, Deutschland-Gewinner von 2014. Hayden Paddon komplettierte auf P5 das Hyundai-Trio.

Die WRC2-Wertung ging auf den ersten vier Plätzen an Skoda. Finnland-Sieger kam als Interimsleader nach Trier zurück, 1:09,9 Minuten vor seinem offiziellen Teamkollegen Jan Kopecký und 1:28,4 Minuten vor dem Gesamtneunten Armin Kremer, der am Freitag noch führte.

Stand nach der 14. von 18 Prüfungen:

1. Ogier/Ingrassia (F), VW Polo R WRC, + 2:25:10,5 h.
2. Mikkelsen/Jaeger (N), VW Polo R WRC, + 33,4 sec.
3. Sordo/Marti (E), Hyundai i20 WRC, + 37,0
4. Neuville/Gilsoul (B), Hyundai i20 WRC, + 37,4
5. Paddon/Kennard (NZ), Hyundai i20 WRC, +3:33,9 min.

6. Östberg/Floene (N), Ford Fiesta RS WEC, + 4:06,4

7. Lappi/Ferm (FIN), Skoda Fabia R5, + 7:16,2
8. Kopecky/Dresler (CZ), Skoda Fabia R5, + 8:26,1
9. Kremer/Winklhofer (D), Skoda Fabia R5, + 8:44,5

10. De Mevius/Jalet (B), Skoda Fabia R5, + 9:30,5

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