DTM: Robert Wickens tauscht Cockpit mit IndyCar-Star
Robert Wickens wird am Dienstag im IndyCar-Renner von James Hinchcliffe Platz nehmen. Umgekehrt sitzt der Kanadier im März im DTM-Boliden seines Landsmanns.
George Russell hat ein Problem, der Formel-1-Rennstall von Mercedes hat ein Luxus-Problem: Der 19-jährige Kimi Antonelli nimmt dem erfahrenen George Russell die Butter vom Brot.
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Am Anfang stand eine Schnapsidee. Die beiden Kanadier Robert Wickens und James Hinchcliffe lagen bei einem gemeinsamen Urlaub am Strand, und bei "einigen Ginger Ales" (Wickens) entwickelten sie einen Plan. Den Plan, die Autos zu tauschen.
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Wir haben entschieden: "Hey, es wäre ziemlich cool, wenn du mein Auto fahren könntest. Und es wäre ziemlich cool, wenn du mein Auto fahren könntest", sagte Hinchcliffe: "Und am Ende haben wir überlegt, ob wir das irgendwie umsetzen können." Hieß konkret: Wie klappt es, dass Hinchcliffe in einem DTM-Boliden Platz nehmen kann und Wickens in einem IndyCar-Renner? Scherzten die beiden anfangs noch über die Idee, nahm das Ganze immer ernstere Formen an, Hinchcliffe und Wickens blieben dran und versuchten, ihren Plan in die Tat umzusetzen.
Die Planung war allerdings nicht einfach, viele Gespräche mit allen Beteiligten waren nötig, ehe der Traum nun tatsächlich in Erfüllung geht. Denn Wickens wird am kommenden Dienstag im Rahmen eines privaten Team-Tests von Schmidt Peterson Motorsports auf dem Sebring-Raceway in Florida in Hinchcliffes Auto fahren. Umgekehrt darf sich Hinchcliffe im März im Rahmen der DTM-Testfahrten in Vallelunga (13. bis 16. März) in Wickens’ Mercedes austoben.
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Der 27-jährige Wickens kommt aus dem Formelsport, 2011 gewann er die Formel Renault 3.5 und durfte als Belohnung damals für Renault bei den Young Driver Tests in Abu Dhabi einen Formel-1-Boliden testen.
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2012 wechselte er dann in die DTM. "Die DTM war eine einmalige Chance, die sich plötzlich ergeben hat. Ich hatte davor eigentlich nie davon geträumt. Aber dann war sie da und ich konnte nicht widerstehen", sagte Wickens.
Er vermisse vor allem den Sound des Windes, gab er zu. "Ich habe so lange in einem geschlossenen Cockpit gesessen", so Wickens, der 2017 mit Mercedes in seine sechste Saison in der Tourenwagenserie geht. Im vergangenen Jahr fuhr er lange um den Titel mit, am Ende wurde der Kanadier Gesamtvierter.
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