Valentino Rossi (BMW) zu Max Verstappen: «Hoffe, ich kann gegen ihn fahren»
Nach neun WM-Titeln hat der italienische Motorrad-Star Valentino Rossi erfolgreich umgestellt auf eine Karriere im Sportwagen. Nun freut sich der 47-Jährige auf einen Zweikampf mit Max Verstappen.
Mitte Januar 2026 wurde bestätigt: Der neunfache Motorrad-Weltmeister Valentino Rossi hat einen neuen Vertrag bei BMW unterzeichnet, um die GT World Challenge Europe zu bestreiten.
«Ich werde in der GT World Challenge fahren», sagte Rossi gegenüber Sky Sport Italia. «Ich bin sehr glücklich, denn das ist eine Meisterschaft, an der ich zu Beginn meiner Rennfahrerkarriere teilgenommen habe. In den letzten zwei Jahren bin ich dann in der Langstrecken-WM gefahren, aber ich habe mich für einen Wechsel entschieden, weil die GT World Challenge in Europa stattfindet und die Rennen näher beieinander liegen. Ich bin sehr glücklich, denn die GT World Challenge macht Spass.»
GT-Rennen sind auch ganz nach dem Geschmack des vierfachen Formel-1-Champions Max Verstappen. Rossi scherzt bei der italienischen Sky: «Nun, ich habe für ihn natürlich den Weg geebnet.»
«Nein, ernsthaft – klar liegt sein Interesse nicht nur an mir. Aber ich finde es fabelhaft, dass Max diese Autos fährt. Und ich hoffe, ich kann mit ihm die Rennstrecke teilen.»
«Aus meiner Sicht befindet sich der GT-Motorsport im Wachstum, die Autos geben dir viel Fahrfreude, und in dieser Serie fühlst du, was die Essenz des Rennsports sein sollte. Die Autos sind schnell, aber sie haben auch ihr Gewicht, also sind sie nicht einfach zu beherrschen – das ist prima.»
Valentino Rossi mit Ferrari in der Formel 1: Verpasste Chance
Dass Motorrad-Superstar Valentino Rossi auch im Formel-1-Auto gute Figur macht, hat der neunfache Weltmeister mehrfach bewiesen. Zuletzt war er 2019 in Valencia in einem Mercedes von 2017 unterwegs. Doch schon zuvor sammelte die Zweirad-Legende viele Formel-1-Kilometer, zwischen 2004 und 2010 bewegte er mehrere GP-Renner von Ferrari.
Der Italiener Luigi Mazzola, der von 1995 bis 2006 bei Ferrari gearbeitet hat, erinnert sich auf seiner Facebook-Seite an diese Testeinsätze: "Beim ersten Test hat Valentino ungefähr ein Dutzend Dreher gezeigt. Aber mit der Zeit fuhr er wirklich erstaunliche Rundenzeiten. Ich erinnere mich gut daran, wie ich mir mit Michael Schumacher in der Box die Daten anschaute. Schumi hatte einen verblüfften Gesichtsausdruck, fast schon ungläubig."
Über genau diesen Michael Schumacher hat Rossi im Corriere della Sera gesagt: "Ich hatte damals enorme Angst vor dem Treffen mit ihm. Der Grund dafür war: Als es zwischen Schumi und Jacques Villeneuve 1997 um den WM-Titel ging, da habe ich kein Geheimnis daraus gemacht, dass ich für Villeneuve bin."
"Als ich vor einem meiner Ferrari-Tests hörte, dass uns Schumacher besuchen würde, wurde ich regelrecht paranoid. Ich dachte: ‚Gewiss hält er mich für einen kompletten Idioten, wegen dieser Villeneuve-Sache.’ In Wahrheit jedoch war Michael die Liebenswürdigkeit in Person und gab mir jede Menge Ratschläge fürs Formel-1-Fahren – ein fabelhafter Kerl."
2006 dachte Rossi ernsthaft über einen Wechsel in die Formel 1 nach, wie er bestätigte: "Ich hatte eine Reihe von Tests für Ferrari absolviert, und wir setzten uns anschliessend mit der Teamleitung zusammen, die einen sehr umfassenden Plan ausgearbeitet hatte, um mich auf eine Karriere in der Formel 1 vorzubereiten."
"In diesem Plan stand jedoch, dass ich zuerst für ein anderes Team fahren sollte, um mich vorzubereiten, und anfangs sollte ich für Ferrari lediglich Testfahrer sein. Deshalb habe ich beschlossen, das Angebot abzulehnen."
Luca Cordero di Montezemolo, von 1991 bis 2014 Präsident von Ferrari: "Die F1-Tests mit Rossi waren kein PR-Gag. Er zeigte Potenzial. Wir dachten, dass es am gescheitesten wäre, wenn Rossi ein Jahr bei Sauber fahren würde. Aber er war schlau. Rossi wollte lieber die Nummer 1 bei den Motorrädern bleiben als Vierter oder Fünfter bei den Autos zu werden."
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