Ex-GP-Fahrer Christijan Albers: George Russell im Zweikampf zu weich?
Christijan Albers fuhr von 2005 bis 2007 in der Formel 1. Zu Punkten hat es nur mit einem Skandal gereicht. Das hindert ihn nicht daran, eine kontroverse Meinung über George Russell zu äussern.
Minardi, Midland, Spyker, das waren die Formel-1-Rennställe des Niederländers Christijan Albers in der Königsklasse. Damit war kein Blumentopf zu gewinnen – als bestes Ergebnis guckte P5 im Skandal-GP von Indianapolis 2005 heraus, wo die ganzen Michelin-Piloten nach der Aufwärmrunde an die Box fuhren (wegen Bedenken in Sachen Haltbarkeit und rechtlichen Konsequenzen) und nur die sechs Bridgestone-Piloten den GP bestritten.
Ab und an äussert sich der heute 46-jährige Albers zum aktuellen GP-Geschehen, so auch jetzt im Telegraaf, in Bezug auf den englischen Mercedes-Fahrer George Russell.
Albers wittert beim sechsfachen GP-Sieger Schwächen im Rad an Rad-Kampf: «Guckt euch doch an, wie Russell im Japan-GP überholt wurde. Dabei wäre es doch ganz simpel, siehe Duell mit Oscar Piastri. Russell müsste nur das Lenkrad ein wenig öffnen, und Piastri verwandelt sich in einen professionellen Rasenmäher.»
«Ich meine, der Australier lag aussen, ihm wäre der Raum ausgegangen. Eine Strafe gegen Russell hätte das nicht gegeben. Nein, ich sage – Russell ist zu weich.»
«Etwas Vergleichbares war auch in China passiert. Ich habe das Gefühl, Russell denkt bei solchen Zweikämpfen oft: 'Naja, ich hole ihn später ein, ich werde erstmal lieber nichts machen, weil ich hier keine Risiken eingehen will.'»
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