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Pierre Kaffer: «Die private LMP1-Klasse hat Zukunft»
SPEEDWEEK.com traf sich mit LMP1-Pilot Pierre Kaffer. Der Deutsche fährt in der Königsklasse der Sportwagen-WM (FIA WEC) für das ByKolles Racing Team. Das ist Part 1 des zweiteiligen Interviews.
FIA WEC
Im Artikel erwähnt

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Herr Kaffer, wir beide kennen uns nun schon seit einigen Jahren. Und nachdem Sie bereits 2004 mit Audi in der LMP1-Klasse unterwegs waren, haben Sie immer davon geträumt, wieder in die Königsklasse des Sportwagen-Sports zurück zu kehren. Dies ist Ihnen seit 2014 mit dem Einsatz im ByKolles Team gelungen. Wie schön ist es, dieses Ziel erreicht zu haben? Pierre Kaffer: Ich freue mich immer, im Auto zu sitzen. Doch dahinter steckt viel harte Arbeit. ByKolles ist ein sehr kleines, aber ambitioniertes Team. Die Entwicklung geht dort natürlich nicht so schnell von statten, wie beispielsweise bei einem grossen Hersteller. Aber es macht mich stolz zu sehen, wie weit wir nach drei Jahren mit dem CLM P1/01 gekommen sind. Am Nürburgring haben wir zum Beispiel bei den privaten LMP1 einen ganzen Stint lang geführt. Jedoch werden wir oft durch technische Probleme eingebremst, die nicht in unseren Händen liegen. Da muss man schauen, wie man das in Zukunft abstellt.
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In der LMP1-Klasse mit den grossen Werksteams und deren teuren Hybrid-Rennern auf der einen Seite, sowie den beiden kleinen Equipen auf der anderen, befinden wir uns gerade in einer sehr merkwürdigen Konstellation. Wie schätzen Sie die Situation ein? Da muss man nicht um den heissen Brei herum reden. Mit zwei privaten Autos in der Klasse ist es langfristig schwierig. Viele Leute fragen auch, warum man sich das als Team eigentlich antut. Denn man könnte ja auch LMP2 fahren. Grundsätzlich glaube ich aber, dass die Klasse eine Zukunft hat – auch wenn es aktuell nicht gerade einfach ist, dies zu sehen. Denn in der LMP1 kann ein Team sein eigenes Auto entwickeln – da gibt es heutzutage kaum noch Meisterschaften, in denen das möglich ist. Somit denke ich, dass in Zukunft noch das ein oder andere private Team in die LMP1 wechseln wird. Dazu kommt, dass die neue LMP2-Generation auf nur noch vier Chassishersteller begrenzt wurde. Das könnte eine Chance sein. Denn wo sollen Teams mit eigenem technischen Anspruch hingehen? Zum anderen muss man aber auch feststellen, dass wir im Moment eine Hochphase der Entwicklung der Hybridtechnologie durchleben. Somit haben beide Wege eine Daseinsberechtigung. Sie haben die neuen LMP2 angesprochen. Es heisst, dass diese Fahrzeuge bei den ersten Testfahrten um drei bis vier Sekunden schneller gewesen sein sollen, als die alte Generation. Wie wird sich dies im nächsten Jahr auf die LMP1 auswirken? Die LMP2 wird nächstes Jahr schon sehr, sehr schnell sein. Und es könnte auch passieren, dass sie sogar etwas schneller fahren als die privaten LMP1. Somit müssen wir im LMP1 noch effizienter werden. Aber es gibt ja auch auch Mittel und Wege, die Privaten in der LMP1-Kategorie schneller zu machen. Letztendlich entscheidet die Haltbarkeit. Die grosse Frage ist, ob die neuen LMP2 weiterhin so standfest sind, wenn Sie vier Sekunden schneller fahren. Denn die Belastungen sind dann natürlich um einiges grösser als aktuell. Das haben wir im ByKolles Team auch feststellen müssen. Neben dem CLM aus der LMP1-Klasse fahren Sie auch den Audi R8 LMS – also einen GT3-Renner. So unterschiedlich diese beiden Fahrzeuge auch sind, kann man trotzdem einen Vergleich ziehen? Beide Rennwagen haben tatsächlich vieles gemeinsam. Im LMP1 beeindrucken mich vor allem der Abtrieb und die Kurvengeschwindigkeiten. Und wenn man mit über über 300 km/h über die Strecke fliegt, ist das wie im Rausch. Aber auch der Audi R8 LMS ist absolut atemberaubend - beispielsweise auf der Nordschleife. Bei dem Speed und den Rundenzeiten, die wir dort inzwischen fahren, kann man sich schon vorstellen, dass dies an einen Prototypen heranreicht. Da kommen teilweise echte LMP-Gefühle rüber – vor allem in den Kurven. Denn es wirken schon ordentliche G-Kräfte. Mir bringen beide Wagen einen unheimlichen Spass.
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