McLaren nach Blamage für Norris/Piastri: In Japan mehr aus dem Auto holen
Das hatte es in 60 Jahren McLaren zuvor nie gegeben: Noch vor dem Beginn des WM-Laufs von China mussten beide Papaya-Rennwagen zur Seite gestellt werden. In Japan soll es besser laufen.
Was für eine Blamage für Weltmeister Lando Norris und GP-Sieger Oscar Piastri: Weder der Engländer noch der Australier konnten den Grossen Preis von China unter die Räder nehmen.
Im Wagen von Norris klappte die Steuerung der Batterie des Mercedes-Motors nicht mehr. Die Antriebseinheit im Auto von Piastri liess sich nicht anwerfen.
McLaren-Teamchef Andrea Stella: «In meiner ganzen Karriere habe ich es noch nie erlebt, dass es bei beiden Autos vor dem Start zu einem Problem mit der Elektrik kommt.»
McLaren: Ausgiebige Fehlersuche
Beide Fahrer haben die Pause zwischen China und Japan genutzt für lange Gespräche mit den Technikern und viel Zeit im Rennsimulator. Zusammen mit der Rennmotoren-Abteilung von Mercedes wurde eine Untersuchung durchgeführt, um sicherzustellen, dass diese beiden separaten Probleme wie in Shanghai nicht wieder auftreten.
Mark Temple, für die Leistungsfähigkeit des McLaren-Renners verantwortlich: «An den ersten zwei GP-Wochenenden haben wir zwei sehr unterschiedliche Streckenlayouts gesehen. Der Grosse Preis von Australien im Melbourne Park bietet mittelschnelle und schnelle Kurven, während die Shanghai International Circuit in China lange, langsame und mittelschnelle Kurven umschliesst.»
«Wir haben daher zwei verschiedene Anforderungen an die Antriebseinheiten in Bezug auf Energierückgewinnung und -abruf erlebt, die Bereiche wie Fahrweise und Renntaktik beeinflussen.»
«Mit Blick auf dieses Wochenende in Japan erwarten wir, dass es eher wie in Melbourne ablaufen wird. Suzuka bleibt mit seinen Kult-Kurven eine einzigartige und anspruchsvolle Streckenführung, ist aber wie Melbourne eine Energie-limitierte Strecke. Daher rechnen wir in mehreren Bereichen, etwa bei der Einfahrt in Kurve 1, mit stärkeren Auswirkungen der Energierückgewinnung. Dies wird neben der Fahrzeug-Abstimmung und der Reifennutzung ein wichtiger Bereich für die Optimierung sein.»
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