Audi-Abgang von Wheatley: Nico Hülkenberg erfuhr es von seiner Mutter
Das Audi-Team bestätigte am vergangenen Freitag, dass Jonathan Wheatley seinen Teamchef-Posten mit sofortiger Wirkung räumt. Audi-Pilot Nico Hülkenberg erfuhr von seiner Mutter davon, wie er erzählt.
Die ersten Gerüchte über einen möglichen Audi-Abgang des bisherigen Teamchefs Jonathan Wheatley kamen bereits beim Saisonauftakt in Melbourne auf. In Shanghai verdichteten sich die Hinweise und schliesslich tauchten die ersten Schlagzeilen auf, die den Abschied des Briten beim Werksteam des deutschen Autobauers ankündigten.
Am Freitag, 20. März, bestätigte Audi dann: Wheatley verlässt das Team mit sofortiger Wirkung – aus persönlichen Gründen, wie es in der entsprechenden Mitteilung heisst. Die Gerüchte um einen möglichen Wechsel zu Aston Martin wurden bisher weder bestätigt noch klar dementiert. Sicher ist: Bei der Marke mit den vier Ringen hat nun F1-Projektleiter Mattia Binotto auch die Aufgaben des Teamprinzipals übernommen.
Audi-Pilot Nico Hülkenberg erfuhr auf ungewöhnliche Weise von den Veränderungen in der Teppichetage seines Brötchengebers, wie er im Fahrerlager von Suzuka erzählt: «Ich habe es gleichzeitig wie die Welt erfahren, letzte Woche am Donnerstag, als es in den News auftauchte.»
«Ich war an jenem Tag im Simulator und meine Mutter hat mir einen Artikel geschickt. Ich schaute in einer Pause auf mein Telefon und dachte mir 'oh Shit'», offenbart der Deutsche, der auch kein Geheimnis aus seiner Überraschung macht. Auf die entsprechende Frage sagt er: «ja, natürlich war ich überrascht.»
Der Abgang sei aber kein Rückschlag für das Team. «Ein Formel-1-Team besteht aus vielen Leuten. Wir brauchen starke Leute, und mit Matteo haben wir auch einen starken Leader. Es ist nicht so, dass uns eine Führungsspitze, eine Struktur oder ein Plan fehlt. Während das unerwartet kam, läuft alles andere nach Plan. Was die Arbeit an der Strecke an einem Rennwochenende angeht, glaube ich auch nicht, dass sich viel verändert. Die Formel-1-Rennställe und der Sport insgesamt sind immer grösser als eine einzelne Person», weiss der 38-Jährige, der bereits 251 Grands Prix bestritten hat.
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