Comeback von Daniel Ricciardo? «Das macht mir eine Höllenangst»
Der Australier Daniel Ricciardo fuhr in Singapur 2024 seinen 257. und wohl letzten Grand Prix. Zu einem Comeback sagt der WM-Dritte von 2014 und 2016: «Das macht mir eine Höllenangst.»
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Der letzte grosse Plan von Daniel Ricciardo in der Formel 1 ist nicht aufgegangen: Der allseits beliebte Australier wollte 2024 bei den Racing Bulls so gute Leistungen zeigen, dass er sich für 2025 als Stallgefährte von Max Verstappen bei Red Bull Racing aufdrängt.
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Aber dazu kam es nicht: Vielmehr wurde Ricciardo sang- und klanglos nach dem Singapur-GP aussortiert. Seinen Platz übernahm der Neuseeländer Liam Lawson. Der 36-jährige Ricciardo arbeitet heute als Markenbotschafter für Ford, der achtfache GP-Sieger sagt gegenüber The Athletic: «Ich war immer ziemlich gut darin, ein tapferes Gesicht zu zeigen und andere wissen zu lassen, dass es mir gut geht, dass ich glücklich bin und alles in Butter sei. Doch als alles in meinem Leben ruhiger wurde, dachte ich mir – okay, ich muss jetzt mal in mich gehen und sicherstellen, dass ich mit all dem klarkomme.»
Ricciardo: «Eine Rückkehr wäre nur eine Ablenkung» Zum Comeback als Racer meint Daniel: «Wieder in etwas Neues einzusteigen und eine weitere Ablenkung zu haben, würde mir nicht helfen. Es hat eine ganze Weile gedauert, bis ich nach meiner Rennfahrer-Karriere herausgefunden habe, wer ich bin und was vielleicht mein Zweck jenseits des reinen Rennsports ist. Ich würde sagen, dass ich mich jetzt in meiner Haut wohlfühle.»
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«Ich sitze hier ganz entspannt, und um ehrlich zu sein – der Gedanke, wieder in einen chaotischen Lebensstil wie in der Formel 1 zurückzukehren, das macht mir eine Höllenangst.»
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«So viel meines Lebens fand auf der Rennstrecke statt, und immer war eine Kamera dabei. Ich war immer von Menschen umgeben, und ich musste immer ein Lächeln aufsetzen und aufpassen, was ich sage. Ich habe natürlich versucht, authentisch zu bleiben, aber es ist unmöglich, das zu hundert Prozent zu sein, wenn ständig alle Augen auf einen gerichtet sind.»
Ricciardo: «Ich hatte meine eigenen Gedanken verloren» «Am meisten habe ich in den vergangenen Monaten die Bedeutung von Zeit für mich alleine schätzen gelernt. Es wurde mir klar, dass mein Leben ständig von Chaos umgeben war, sodass ich irgendwie meine eigenen Gedanken und Ideen verloren hatte.» «Ich hatte nie wirklich die Gelegenheit, komplett selber eine Entscheidung zu treffen, und liess mich viel zu leicht davon überzeugen, dass etwas das Richtige sei, oder dies oder jenes, weil ich immer diese Stimmen um mich herum hatte.»
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«Alleine zu sein, das bringt dich dazu, dir die wichtigen Fragen zu stellen wie: Wo stehe ich im Leben? Was will ich eigentlich? Was ist mir wichtig?» «Man kann sich diese Fragen nie gründlich stellen, wenn man ständig von Leuten umgeben ist und alles nur auf Vollgas gebürstet ist. Das ist auch nicht das wirkliche Leben, was mir allmählich klargeworden ist.»
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