Auf dem Papier war es eine schöne Idee: Ein Formel-1-Rennen in den Strassen der schönen Stadt Kopenhagen. Wirtschafts-Minister Simon Kollerup: «Das Timing stimmt einfach nicht für einen Grand Prix.»
George Russell hat ein Problem, der Formel-1-Rennstall von Mercedes hat ein Luxus-Problem: Der 19-jährige Kimi Antonelli nimmt dem erfahrenen George Russell die Butter vom Brot.
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Der frühere dänische Wirtschaftsminister Helge Sander ist enttäuscht: Es wird auf absehbare Zeit keinen Formel-1-WM-Lauf in seiner Heimat geben. Jahrelang hatte Sander sich dafür stark gemacht, dass die Königsklasse wieder in den hohen Norden kommt (in Skandinavien hatte bislang nur Schweden ein F1-Rennen, 1973 bis 1978 in Anderstorp). Sander hatte Kopenhagen als Austragungsort vorgeschlagen, aber auch Aalborg oder Roskilde (Heimatstadt von Kevin Magnussen).
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Nun sagt der heutige Wirtschaftsminister Simon Kollerup gegenüber der Nachrichtenagentur Ritzau: "Ich freue mich, dass wir Menschen haben, die sich mit Leidenschaft dafür einsetzen, Grossveranstaltungen in unser Land zu bringen. Aber das Timing stimmt einfach nicht für einen Grand Prix." Dass Formel-1-Pläne auf Eis gelegt werden würden, das deutete sich schon 2018 an. Der Kopenhagener Bürgermeister Frank Jensen (58) sagte damals in der Zeitung "Politiken": "Ich war offen für alle Vorschläge, aber es wurde klar, dass von der Stadt eine beträchtliche finanzielle Beteiligung erwartet wird. Nun habe ich das Projekt stoppen lassen. Wir sprachen über einen Dreijahresvertrag. Wir haben immer betont – wir sind nicht gegen einen solchen Anlass, aber öffentliche Gelder dafür zu verwenden, das kommt für uns nicht in Frage."
Helge Sander: "Ich bin sehr enttäuscht, wir waren doch schon so weit. Liberty Media wollte hier fahren, Pistenarchitekt Hermann Tilke arbeitete am Pistenlayout. Alles lag in unseren Händen. Wir hatten der Formel-1-Führung die geplante Piste eingereicht, es ging nur noch um Retuschen." Die 4,5 Kilometer lange Strecke hätte am dänischen Parlament vorbeigeführt, die Autos wären mit 300 Sachen über die Knippelsbro-Brücke gebraust, eine weitere Highspeed-Passage lag bei der Börse. "Das wäre eine grossartige Strecke geworden", fand Haas-Pilot Kevin Magnussen, "mit Baku vergleichbar." Formel-1-Motoren brüllten in Kopenhagen durchaus, aber es handelte sich um Red Bull-Schauveranstaltungen, mit David Coulthard 2012 und Dan Ticktum 2019. Damit bleibt Magnussen ohne Heim-GP, was er mit einigen GP-Piloten teilen muss. Hier eine Tabelle und die besten Platzierungen der Fahrer 2020 bei WM-Läufen vor eigenem Publikum.
George Russell hat ein Problem, der Formel-1-Rennstall von Mercedes hat ein Luxus-Problem: Der 19-jährige Kimi Antonelli nimmt dem erfahrenen George Russell die Butter vom Brot.
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Lewis Hamilton (Grossbritannien): Sieger 2019, 2018, 2017, 2016, 2015, 2014, 2008 Valtteri Bottas (Finnland): kein Heim-GP Sebastian Vettel (Deutschland): Sieger 2013 Charles Leclerc (Monaco): Ausfall 2018, als 18. gewertet Max Verstappen (Niederlande): erst 2020 ein Heim-GP Alex Albon (Thailand): kein Heim-GP Carlos Sainz (Spanien): Sechster 2016 Lando Norris (Grossbritannien): Elfter 2019 Daniel Ricciardo (Australien): Vierter 2016 und 2018 (Platz 2 2014 aberkannt wegen Unregelmässigkeiten bei der Benzindurchflussmenge) Esteban Ocon (Frankreich): Ausfall 2018 Daniil Kvyat (Russland): Fünfter 2015 Pierre Gasly (Frankreich): Zehnter 2019 Sergio Pérez (Mexiko): Siebter 2017 und 2019 Lance Stroll (Kanada): Neunter 2017 und 2019 Kimi Räikkönen (Finnland): kein Heim-GP Antonio Giovinazzi (Italien): Neunter 2019 Romain Grosjean (Frankreich): Elfter 2018 Kevin Magnussen (Dänemark): kein Heim-GP Nicholas Latifi (Kanada): noch kein Heim-GP George Russell (Grossbritannien): Vierzehnter 2019
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