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Einstieg von KTM in die Supersport-WM: Der Grundstein für 2027 ist gelegt
2026 sehen wir Motorräder von acht Herstellern in der Supersport-WM. KTM arbeitet mit dem Team Freudenberg daran, bis zum Ende des Jahres einen konkurrenzfähigen Racing-Kit für die 990 RC-R zu haben.
Supersport-WM
Im Artikel erwähnt

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Am 26. März berichtete SPEEDWEEK.com zuletzt über die Zusammenarbeit zwischen dem sächsischen Team Freudenberg, Testfahrer Jonas Folger und dem österreichischen Hersteller KTM, um dessen Supersport-Maschine 990 RC-R für den Rennsport zu entwickeln.
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Die ersten fünf Testtage in Valencia hat Folger hinter sich, Mitte April geht es in Brünn weiter. Anfang Mai beginnt auf dem Sachsenring die IDM-Saison 2026, mit neuem Serienname Euro Moto, Ende Mai geht es in Brünn (Brno) weiter, Ende Juni folgt Brüx (Most). «Bei einem der ersten drei IDM-Events werden wir dabei sein, für dieses Jahr sind drei Wildcards geplant», verriet KTM-Teamchef Carsten Freudenberg. Konzeptionell passt die Zweizylinder-KTM auch perfekt in die Supersport-WM, seit es die Next-Generation-Regeln gibt, kann dort ein großvolumiges Motorrad wie die 990 mitfahren. Jahrelang war das Team Freudenberg KTMs Aushängeschild in der Supersport-300-WM – als die Klasse Ende 2025 zugunsten der Sportbike-WM beerdigt wurde, verschwand die Farbe Orange aus dem SBK-Paddock.
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KTM 990 RC-R kommt bei den Kunden gut an Freudenbergs Wunsch ist, mit den Mattighofenern zurückzukehren – 2027 in die Supersport-WM. «Es hat sich viel getan», erzählte er SPEEDWEEK.com. «Letztes Jahr war unsicher, ob das Motorrad überhaupt produziert wird. Jetzt steht das Bike bei den Händlern und ist sehr gut angekommen – die Track-Edition ist ausverkauft. Wenn das Motorrad von den Kunden angenommen wird, dann hilft uns das, um im Motorsport vorwärtszukommen. So ein Sportmotorrad verkauft man besser, wenn ein Fahrer wie Jonas Folger mit unserem Team ein KTM-Projekt macht. Alle Hobbyrennfahrer schauen, was KTM mit diesem Bike auf der Rennstrecke macht und wie konkurrenzfähig es ist. Wir wollen beweisen, dass es auf jeden Fall in der Lage ist, mit den anderen Herstellern mitzuhalten.»
Hobbyrennfahrer und Fans wollen wissen, ob ein Motorrad konkurrenzfähig ist.ktm-teamchef carsten freudenberg
Ließe sich ein sehr gutes Sportmotorrad auch verkaufen, ohne Racing zu betreiben? «Du musst Referenzen haben», ist Freudenberg überzeugt. «Hobbyrennfahrer und auch Fans wollen wissen, ob ein Motorrad konkurrenzfähig ist. Jeder ist Fan von irgendeiner Marke. Auch wenn ein Bike im Verkauf gut angenommen wird, muss man im Motorsport zeigen, dass es konkurrenzfähig ist. Die Track-Edition kostet in Deutschland 17.900 Euro – für ein rennfertiges Motorrad. So etwas muss ein anderer Hersteller erst mal anbieten, da sind wir mit KTM ganz weit vorne dabei.» Fest steht: KTM wird nicht werksseitig in die Supersport-WM einsteigen, das ist dem GP-Sport, Motocross, Supercross und Enduro vorbehalten.
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«Das ist nicht geplant», bestätigte Freudenberg. «Wir haben für dieses Jahr die Vereinbarung, dass das ein Testprojekt mit Wildcards ist. Ziel soll sein, dass wir das Motorrad mit KTM und Jonas Folger so weit bekommen, dass man es 2027 in der WM einsetzen kann. In welcher Form oder mit welchem Team, ist offen. Natürlich träumen wir davon zurückzukommen. Wichtig ist jetzt aber erst mal, dass wir unsere Arbeit machen und gute Rundenzeiten zustande bringen.» Jeder Promoter will KTM in der Startaufstellung 2026 sehen wir acht Marken in der Supersport-WM: Ducati, Honda, Kawasaki, MV Agusta, QJ Moto, Triumph, Yamaha sowie ZX Moto. Natürlich wäre KTM als Nummer 9 willkommen, Carsten Freudenberg führte während des Portimao-Wochenendes Gespräche mit Promoter Liberty. «Jeder Veranstalter, egal ob in der IDM oder Superbike-WM, will möglichst viele Hersteller haben», weiß Freudenberg. «Wenn du einen Hersteller haben könntest, der in der MotoGP präsent ist, dann ist klar, dass Liberty glücklich wäre, wenn eine KTM in der Startaufstellung steht. Ziel soll sein, einen Race-Kit zu entwickeln, der nächstes Jahr auch von anderen Teams gekauft werden kann. Das Motorrad soll weltweit eingesetzt werden können, in der WM, der IDM, in jeder nationalen oder internationalen Meisterschaft. Das gleiche Geschäftsmodell, wie es auch Ducati hat. KTM will einen fertigen Race-Kit anbieten, wo man über den Auspuff bis zur Elektronik und Verkleidung alles von A bis Z kaufen kann. Dafür brauchen wir ein gutes Produkt und müssen Referenzen haben.»
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