Yamaha jubelte über eine Rekordrunde – aber die Gegner sind weit voraus
Nach dem desaströsen Start in die Superbike-WM in Australien trat Yamaha in Portimao hoffnungsvoll an. Doch beim Europa-Auftakt in Portugal wurde nur Neuzugang Xavier Vierge den Erwartungen gerecht.
Die drei Rennen in Australien Ende Februar haben die Verantwortlichen bei Yamaha schnell aus ihrem Gedächtnis gestrichen: Andrea Locatelli wurde im zweiten Hauptrennen auf Grund besonderer Umstände Fünfter, ansonsten gelang keinem der sechs Yamaha-Fahrer ein Top-10-Ergebnis.
Beim Europa-Auftakt im Autodromo Internacional do Algarve im Hinterland von Portimao war der japanische Hersteller besser aufgestellt, Neuzugang Xavier Vierge brachte einen sechsten und siebten Platz ins Ziel, Andrea Locatelli wurde im zweiten Hauptrennen Neunter. Remy Gardner und Stefano Manzi schafften kein einstelliges Ergebnis, für die Privatiers Bahattin Sofuoglu und Mattia Rato lagen die Punkteränge außer Reichweite.
Der Blick auf den Gesamtstand ist ernüchternd: Locatelli liegt als bester Yamaha-Fahrer auf Position 11.
Dank Oliveira: Zuschaueranstieg von 50 Prozent
«Die erste Veranstaltung der europäischen Saison fühlt sich immer ein bisschen so an, als würde man das erste Rennen der Saison noch einmal erleben», erzählte Yamaha-Rennchef Niccolo Canepa. «Es ist das erste Mal, dass das gesamte Fahrerlager zusammenkommt, mit all den Lastwagen, Hospitalitys usw. Und was das für ein Start in die europäische Saison war! Mit einem Zuschaueranstieg von über 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr, was für eine brillante Atmosphäre sorgte. Das war für uns alle ein besonderes Erlebnis, vor allem angesichts der Tatsache, dass dieser Zuwachs dem einzigen Lokalmatador Miguel Oliveira zu verdanken ist. Hoffentlich werden viele derjenigen, die gekommen sind, um Miguel Oliveira zu unterstützen, zu lebenslangen WorldSBK-Fans.»
Dann ging der Italiener auf die Leistungen von Yamaha und seinem Fahrerquartett ein. «Nach den schwierigen Rennen in Australien hatten wir Grund optimistisch zu sein, nachdem wir bei unserem jüngsten ausgedehnten Test in Portimao endlich bei trockenem Wetter auf die Strecke gehen konnten. Es war schön zu sehen, dass Xavi Vierge in Europa ankam und weiterhin die Geschwindigkeit zeigte, die er bei den Tests und in Australien unter Beweis gestellt hat. Er war über das gesamte Wochenende hinweg durchweg der schnellste Yamaha-Fahrer und zeigte deutliche Anzeichen von Fortschritt, darunter die schnellste R1-Runde aller Zeiten in Portimao in der Superpole, mit einem Vorsprung von fast einer halben Sekunde. Sein sechster Platz im ersten Rennen war ein gutes Ergebnis, und wir hatten die Hoffnung, am Sonntag noch näher an das Podium heranzukommen, was ohne den
Yamaha versucht Locatellis Probleme zu lösen
Der 37-Jährige weiter: «Für Andrea Locatelli war es ein weiteres schwieriges Wochenende. Wir arbeiten hart daran, seine Probleme mit dem Motorrad in diesem Jahr zu verstehen. Obwohl wir dabei einige Fortschritte erzielt haben, gibt es zweifellos noch viel zu tun, da wir weder bei ‚Loka‘ noch bei der R1 das volle Potenzial ausschöpfen können.»
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