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Dr. Helmut Marko über die neue Formel 1: «Man geht auf der Geraden vom Gas»
Der ehemalige Red Bull-Motorsportberater Helmut Marko übt nach dem Saisonauftakt in Melbourne Kritik an der neuen Ära der Formel 1 und bringt einige Beispiele, die ihm sauer aufgestossen sind.
Formel 1
Im Artikel erwähnt




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Der Formel 1-Auftakt am Sonntag in Melbourne brachte einen Doppelsieg von Mercedes. Der im Winter zurückgetretene Red Bull-Motorsportberater Helmut Marko (82) hat das Rennen zu Hause  beobachtet, zeigte sich in der Analyse nicht überzeugt von der neuen Formel mit den 50:50-Hybrid-Aggregaten und den neuen Rennwagen. Zu den «Duellen» sagt Marko in einem Interview bei RTL, es wäre lediglich ein «Vorbeifahren» gewesen. «So würde ich das gar nicht nennen», wollte Marko den Begriff eines Überholmanövers erst gar nicht in den Mund nehmen.
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Der ehemalige Red Bull-Motorsportberater Marko bringt ein Beispiel: «Bearman hat 20 Runden gebraucht, um an Lindblad vorbeizukommen – aber dann auch nur, weil Lindblad sein erstes Rennen fuhr. Max hat auf Norris aufgeschlossen, konnte aber nie vorbeifahren.» Das Überholen im klassischen Sinne sei aus der Sicht von Marko in keinster Weise besser geworden. Marko erklärte jedoch, dass man dem Regelwerk auch «eine Chance geben» müsse.  Der Grazer sagt weiter: «Es wird sicher besser werden.» Zu den Regeln erklärte Marko nur: «Das alles im Detail war mir zu blöd.» Und Marko sendet auch eine Spitze hinterher: «Es sind Kurvengeschwindigkeiten – von denen Alonso sagt, dass diese der Koch von Aston Martin auch fahren könnte.» Was Marko zudem stark aufstiess: «Du hörst, man geht auf der Geraden vom Gas. Das ist schwer mit der DNA der Formel 1 zu verbinden.» Dr. Helmut Marko: «Der Mercedes lag in Melbourne wie auf Schienen» Marko glaubt: «Die Unterschiede liegen in der Programmierung, vielleicht bekommt man das hin, dass dann wieder der Fahrer und nicht das Energie-Sparen entscheidet. Auf längeren Geraden gibt es Geschwindigkeitsunterschiede von bis zu 30 km/h. Wenn sich das ausgleicht, bin ich überzeugt, dass die Freude der Piloten wieder kommt. Man hat ja gesehen, dass bis auf die Sieger alle relativ mit gemischten Gefühlen aus den Autos ausgestiegen sind.»
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Zu Mercedes sagt Marko generell: «Das Auto lag in Melbourne wie auf Schienen. Es rutschte nicht, war also wirklich gut im Gegensatz zu den vergangenen Jahren. Es wird schwierig in diesem Jahr, an Mercedes heranzukommen.» Laut Marko habe Mercedes dann «nicht mehr mitgemacht», sei «weggefahren». Marko weiter: «Es war klar ersichtlich, welche Dominanz und welchen Vorsprung Mercedes hat. Antonelli ist beim Start auf Platz 7 zurückgefallen und dann relativ schnell wieder auf Platz 2 gefahren.» Das Fazit von Marko: «Antonelli ist in dieser Phase grob gesagt eine Sekunde schneller als der Rest gefahren.»
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