Getrennte Wege: Jack Doohan verlässt das Formel-1-Team von Alpine
Jahrelang hat Jack Doohan im Alpine-Team auf seine Formel-1-Chance gewartet. Diese hat der Australier auch bekommen – doch das Glück währte nicht lange. Nun hat man die Zusammenarbeit beendet.
Das Alpine-Team hat bestätigt: Jack Doohan wird in diesem Jahr nicht mehr zum Fahrerkader der Franzosen gehören. Der Australier und der Rennstall des Autobauers Renault haben die Zusammenarbeit beendet, damit sich der Sohn des fünffachen 500-ccm-Motorrad-Weltmeisters Mick Doohan neuen Herausforderungen widmen kann.
Es ist das Ende einer jahrelangen Kooperation, in der Doohan auf seinen Formel-1-Einstieg vorbereitet wurde. Der 22-Jährige wurde Anfang 2022 in die Alpine Academy aufgenommen, nachdem er knapp vier Jahre Teil des Red Bull Junior Teams gewesen war. Bereits in seinem ersten Jahr als Alpine-Nachwuchspilot durfte er auf dem Lusail International Circuit in Katar den Alpine A521 testen.
Wenig später sass er wieder im A521, diesmal rückte er auf dem Highspeed-Kurs von Monza aus. Und ihm Rahmen eines weiteren Privattests gab er dann im gleichen GP-Renner auf dem Hungaroring Gas, bevor er in Mexiko und Abu Dhabi seine ersten beiden FP1-Einsätze im A522 bestreiten, auch beim Nachsaison-Test war er dabei.
Für die Saison 2023 wurde er als Stammfahrer in Erwägung gezogen, am Ende entschied sich die Teamführung aber für den erfahrenen Pierre Gasly und damit für den späteren Teamkollegen des Nachwuchsfahrers. Doohan musste sich mit der Reservisten-Rolle begnügen, die er auch 2024 bekleidete. Nebenbei durfte er immer wieder Formel-1-Erfahrungskilometer sammeln und beim Saisonfinale 2024 dann sein GP-Debüt geben.
2025 kam dann der Einstieg in die Königsklasse, doch der Saisonstart, der vor heimischem Publikum erfolgte, fiel enttäuschend aus – bereits in der ersten Runde war das Rennen für ihn gelaufen, weil er bei widrigsten Bedingungen abflog. Danach folgten fünf weitere GP-Wochenenden, in denen er keine Punkte holen konnte, während Gasly in der gleichen Zeit in Bahrain mit Platz 7 und in Miami mit Platz 8 im Sprint die ersten acht WM-Zähler für das Alpine-Team einfuhr.
Alpine-Sonderberater Flavio Briatore entschied daraufhin, Franco Colapinto zu befördern, der ab dem sechsten Rennwochenende der Saison an der Seite von Gasly fuhr und auch 2026 neben dem Franzosen für das Alpine-Team ins Steuer greifen wird.
In der Mitteilung des Teams heisst es: «Jack war das erste Mitglied der Alpine Academy, das ein Cockpit im Formel-1-Team erhielt und er gab beim Grand Prix von Abu Dhabi 2024 sein GP-Debüt. Das Team dankt Jack für seine engagierte und professionelle Arbeit auf und neben der Strecke, und wünscht ihm alles Gute für die Zukunft.»
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