ZX Moto auf der Überholspur: Gründer Zhang Xue stolz auf ‹made in China›
Als neuer Hersteller kämpft ZX Moto im ersten Jahr in der Supersport-WM um Siege und Podestplätze. Firmengründer Zhang Xue möchte den Ruf von China grundlegend ändern.
Erst seit 2024 gibt es den Motorradhersteller ZX Moto. Das Kürzel ZX sind die Initialen von Firmengründer Zhang Xue, der zuvor erfolgreich Kove als Marke etabliert hatte. Am Markt spielt ZX derzeit noch eine geringe Rolle, doch im Rennsport ist man bereits eine feste Größe: Im ersten Jahr in der Supersport-WM gewann Valentin Debise vom Werksteam Evan Bros Racing schon sechs Rennen und ist WM-Zweiter.
Der rasante Aufstieg von ZX Moto flößt Respekt ein, zumal selbst Honda im seriennahen Motorsport Probleme hat, ein konkurrenzfähiges Motorrad auf die Räder zu stellen. Wie war das möglich?
«Die Motorradindustrie hat ihre Grenzen. Nehmen wir an, diese Grenzen liegen bei 100. Honda könnte bei 99,5 liegen, während wir bei 60 oder 70 sind. Da wir weiter von diesen Grenzen entfernt sind, wachsen wir schneller. Wir haben noch erhebliches Verbesserungspotenzial», erklärte Xua dem taiwanesischen Portal ettoday.net. «Unsere Konkurrenten wollen uns übertreffen, und wir wollen sie übertreffen. Es ist wie im Rennsport: Wir müssen härter arbeiten, konzentrierter sein, mehr investieren und die richtigen Methoden anwenden.»
Xue spricht selbstbewusst von seinem Ziel, ZX Moto innerhalb von acht Jahren zu einem der zehn größten Motorradhersteller zu entwickeln. 2027 soll ein neues Werk mit einer Produktionskapazität von 500.000 Motorrädern in Betrieb gehen. Die Präsenz wird weltweit gefühlt wöchentlich erweitert – zuletzt das Vereinigte Königreich. Das Engagement in der Supersport-WM dient auch dazu, die Qualität der Produkte unter Beweis zu stellen.
«Ich habe bewusst Aufkleber mit der Aufschrift ‹made in China› auf meinen Motorrädern angebracht, damit diese drei Wörter nicht länger mit geringer Qualität, sondern mit Exzellenz und Professionalität gleichgesetzt werden», verriet Xue. «Ich hoffe, dass wir in Zukunft mit Stolz darüber sprechen können, was ‹made in China› bedeutet.»
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