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Grand Prix von Australien in Melbourne 1996: «No place for a race»
Wie schnell die Zeit vergeht: Es sind nun schon 30 Jahre her, dass wir erstmals in den Albert Park pilgerten. Melbourne hat sich längst zu einem der beliebtesten GP-Schauplätze entwickelt.
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Ja, in Montreal können wir mit der U-Bahn auf die Insel zum Grand Prix kommen. Aber mit der Straßenbahn zum Formel-1-Rennen? Das gab und gibt es nur in Melbourne.
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Entweder aus dem Zentrum hinunter den Prachtboulevard St. Kilda Road oder außen rum über die Canterbury Road zum berühmten Gate 1, wo ein geschätzter Wiener Kollege mit seinem Hochdach-Wohnmobil (Logie war schon damals in den Hotels sauteuer) an der niedrigen Unterführung der Straßenbahn-Trasse scheiterte. Ob von St. Kilda Road oder Gate 1: „A Walk in the Park” zwischen Autoausstellungen, Familienunterhaltungszone und Imbissbuden bis zum Fahrerlager und Pressesaal war schon ein angenehmer Auftakt. Save Albert Park Doch davor musste man sich als Akkreditierter beschimpfen lassen. Die Initiative „Save Albert Park“ (geschätztes Durchschnittsalter der Protestierenden Ü75) hatte sich und Transparente aufgebaut: „No Place for a Race!“ stand da zum Beispiel. Und immer wieder: „Shame on You!“
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Die Gruppe hielt noch einige Jahre nach dem Debüt durch, wurde aber immer kleiner – wohl dem natürlichen Ableben geschuldet. Ja, sie hatte wohl Nachwuchsprobleme.
401.000 Fans vor Ort Denn 401.000 strömten an vier Tagen in den Park zum neuen Volksfest, das in Folge oft zeitgleich mit dem Moomba Festival (am Ufer des Yarra) stattfand, womit halb Melbourne zur Partyzone wurde.
Die Formel 1, die ergänzte die Serie von Highlights im sportverrückten Bundesstaat Victoria, von den Australian Open im Tennis über Aussie-Football und Rugby bis zum Melbourne Cup der Galopper. Vier Tage volles Programm, weil am Donnerstag mit dem Training von Rahmenrennen (wie den höchst populären V8 Supercars) auch schon genug Action angesagt war. Dass die Formel 1 von Adelaide (1985–1995) in Südaustralien nach Melbourne wechselte, war einem Politikum und einflussreicheren Machern aus Victoria geschuldet, die Promotor Bernie Ecclestone in hartnäckigen Vorsprachen überzeugen konnten.
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Entscheidung in 10 Minuten Die Verhandlungen von Chairman Ron Walker und Victorias Premier Jeff Kennett mit Bernie begannen 1993. Die Einigung hätte schließlich nur zehn Minuten gebraucht, sagte Ecclestone später. Kennett zog das Projekt ohne Abstimmung im Parlament oder öffentliche Diskussionen durch, allerdings befürwortete später das Parlament den „Australian Grands Prix Act 1994“. Und plötzlich war Melbourne nicht nur eine australische Sportmetropole, sondern auf der F1-Weltkarte. Damit war man ein Gegenpol zum Rivalen Sydney, der 2000 Gastgeber für Olympia werden sollte. Kurios: zwei Australien-GP in Folge Kurios war, dass zwei Grands Prix in Folge in Australien gefahren wurden, denn das Finale 1995 wurde vier Monate zuvor noch in Adelaide ausgetragen.
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Die wahren Kosten des Vertrags sowie der massiven Adaptierungen im zuvor abgetakelten, verschlafenen Naherholungsgebiet Albert Park wurden nie enthüllt, doch offizielle Stellen behaupteten stets, die weltweite Werbewirkung und die touristischen Umsätze in der Woche des Rennens würden deutlich überwiegen. Bernie Ecclestone ärgert sich über Niki Lauda Einen Grund für Ärger gab es für Big Bernie dennoch, und der hieß Niki Lauda. Der Ex-Champion und Luftfahrtunternehmer flog mit seinen Boeings seit einiger Zeit von Wien via Singapur und Kuala Lumpur nach Sydney und Melbourne. Um die Flüge der Lauda Air zu promoten, wurde an der dem Park zugewandten Seite des Rialto Towers (des damals höchsten Gebäudes der südlichen Hemisphäre) ein Megatransparent angebracht – außerhalb der Werbehoheitsrechte von Ecclestone! Und für jeden sichtbar! Bernie war sauer, Niki grinste. Der erste GP in Melbourne sorgte auch für sportliche Schlagzeilen. Debütant Jacques Villeneuve stellte seinen Williams-Renault auf Anhieb auf Pole, musste im Rennen nach technischen Problemen im Finish aber Teamkollegen Damon Hill den Vortritt lassen.
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Dass nach der Qualifikation zwei Fahrer ausgeschlossen wurden, weil sie die 107-Prozent-Regel deutlich überschritten, kann man sich heute gar nicht mehr vorstellen. Es betraf die beiden Forti von Andrea Montermini und Luca Badoer mit 9,7 bzw. 6,8 Sekunden Rückstand auf Villeneuves Pole-Zeit. Horror-Unfall von Martin Brundle Der Grand Prix dauerte nur wenige Sekunden bis zum ersten Herzschlagmoment, als Martin Brundle im Jordan vor Kurve 3 im Brems-Stau auf die Wagen von Johnny Herbert und David Coulthard auffuhr und abhob, sich mehrmals überschlagend in der Auslaufzone landete und unverletzt aus dem Wrack stieg, um zu den Boxen zum T-Car zu laufen. Wie oft sich die Drei später, alle als TV-Kommentatoren, wohl darüber noch austauschten? Hill, Villeneuve, Eddie Irvine (Debüt für Ferrari), Gerhard Berger (erstes Rennen im Benetton-Renault), Mika Häkkinen (der zuvor in Adelaide nach einem Highspeed-Crash in Lebensgefahr schwebte) und Mika Salo holten die WM-Punkte. Nun steht der 29. WM-Lauf im Albert Park bevor. Und wohl alle im Fahrerlager werden dem Werbeslogan der Touristiker von Victoria zustimmen – „A Great Place for a Race“.
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