KTM: Wieso Vinales (16.) beim MotoGP-Auftakt von Acosta vorgeführt wurde
Null Punkte in Thailand: Während KTM-Markenkollege Pedro Acosta die WM anführt, sucht Maverick Vinales nach Erklärungen für sein schwieriges Wochenende und klagt über massives Untersteuern.
Der Saisonauftakt der MotoGP in Thailand verlief für Maverick Vinales ernüchternd. Kein einziger WM-Punkt, Rang 16 im Grand Prix, über 36 Sekunden Rückstand – während KTM-Markenkollege Pedro Acosta mit Sieg im Sprint und Platz 2 im Hauptrennen als WM-Führender abreiste. Aus eigener Kraft ließ Vinales nur die beiden Pramac-Yamahas und Gresini-Ersatzpilot Michele Pirro hinter sich.
Von Startplatz 17 aus fiel der Spanier in der Anfangsphase bis auf Position 21 zurück und verharrte dort über viele Runden. Erst gegen Rennende überholte er noch die beiden Pramac-Yamahas von Jack Miller und Toprak Razgatlioglu, zudem profitierte er von Ausfällen. Mehr als Rang 16 war jedoch nicht drin.
Vinales kann die KTM-Schwächen nicht kompensieren
Hauptproblem war für Vinales der fehlende Vorderreifen-Grip in Schräglage. «Mir fehlte sehr viel Grip am Vorderrad. Ich konnte das Motorrad nicht durch die Kurven steuern. Das Motorrad untersteuerte und ich war in den Kurven sehr langsam», erklärte er nach dem Rennen.
Auffällig: Während Vinales mit massiver Frontschwäche kämpfte, schien Acosta genau dort seine Stärke zu haben. «Er erzeugt viel mehr Grip an der Front. Ich weiß nicht, ob es an seiner Sitzposition auf dem Motorrad liegt. Jedenfalls gelang es ihm, mehr Grip am Vorderrad zu erzeugen. Das ist seine Stärke im Moment.»
Ob es am Fahrstil oder an der Ergonomie liege, könne er derzeit nicht beurteilen: «Es kann auf seinen Fahrstil zurückzuführen sein, aber auch auf seine Sitzhaltung. Wir wissen es nicht und müssen es herausfinden», so Vinales.
Besonders rätselhaft war für Vinales das Bremsverhalten. «Ich verpasste mehrfach den Bremspunkt, obwohl ich an der gleichen Stelle bremste. Für mich ist das sehr seltsam und ich weiß nicht, was ich sagen soll. Innerhalb von zwei Runden bremste ich exakt gleich und ein Mal landete ich fast im Kies, während ich das andere Mal perfekt verzögert.»
Probleme verstärkten sich im Laufe des Wochenendes
Das Rennwochenende war für Vinales eine herbe Enttäuschung, denn im Testwinter hinterließ er nach einer intensiven Vorbereitung mit Coach Jorge Lorenzo einen gereiften Eindruck. «Beim Test fühlte ich mich ein bisschen besser als am Rennwochenende. Mit jedem Tag wurde es am Rennwochenende schlimmer.»
Die Erklärung dafür sieht er im sich verändernden Streckenzustand: «Der Kurs bekam immer mehr Grip und deshalb schob das Heck die Front immer stärker. Es fühlte sich mit jedem Tag schlimmer an. Das Rennen war einfach nur schwierig.»
Auch die Frage, ob Coach Jorge Lorenzo helfen könne, beantwortete Vinales zurückhaltend: «Es ist schwierig, irgendetwas zu sagen, wenn man sich auf diesem Niveau befindet. Ich konnte keine guten Linien fahren, weil das Motorrad untersteuerte», deutete Vinales eine gewisse Ratlosigkeit an. «Wir müssen dieses Wochenende abhaken und uns auf das nächste konzentrieren», bemerkte der MotoGP-Routinier nach dem schwachen Saisonauftakt in Buriram.
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