Kein April-Scherz: Pirelli will Regenreifen-Test – in der Wüste von Bahrain
Formel-1-Alleinausrüster Pirelli möchte die 2026er Intermediate- und Regenreifen gerne ausprobieren, bevor es zu den ersten WM-Läufen geht. Der Plan: Die Wüstenstrecke in Bahrain bewässern!
Es klingt wie ein verfrühter April-Scherz, aber es ist wahr: Formel-1-Reifenlieferant Pirelli plant einen Regenreifen-Test, bevor die Teams zu den ersten Grands Prix nach Australien, China und Japan fliegen. Denn auf jeder dieser drei Strecken könnte es regnen.
Teststrecken wie Fiorano und Magny-Cours können künstlich bewässert werden, aber diese zwei Pisten sind wenig aussagekräftig in Sachen Aphalt-Beschaffenheit.
Pirelli-Rennchef Mario Isola hat am Bahrain International Circuit in einer Medienrunde einen verblüffenden Plan enthüllt. Der Mailänder sagt: «Ich habe die Jungs hier in Bahrain angerufen und gefragt: ‚Was, wenn wir einen Nass-Test in Bahrain machen würden?‘ Und sie sagten: ‚Ja, natürlich können wir das machen.‘»
Hintergründe für den ungewöhnlichen Test
«Ich fragte: ‚Seid ihr sicher? Lasst uns das durchdenken. Aber wir brauchen Konstanz beim Wasserstand, denn offensichtlich ist das Risiko von Schwankungen im Wasserstand grösser als die Unterschiede zwischen den Prototypen.‘ Aber sie haben geantwortet: ‚Ja, das verstehen wir, wir werden prüfen, wie wir die Strecke und alles vorbereiten können.‘»
Die Idee besteht darin, am 28. Februar und 1. März – also am Wochenende vor dem Saisonauftakt in Australien – mit den 2026-Exerimentalfahrzeugen von McLaren und Mercedes zu testen. Isola freut sich: «Wir werden die Gelegenheit erhalten, auf einer anspruchsvollen Strecke im Nassen zu testen. Das passiert eher selten.»
Abstand Intermediate zu Regenreifen geringer
«Wir wollen die Überlappungszeit zwischen Regenreifen und Intermediates für Mischverhältnisse verringern, um den Regenreifen eher einsatzfähig zu machen. Bislang war es so, dass die Fahrer beim geringsten Anzeichen, dass der Regen nachlässt oder die Piste abtrocknen könnte, lieber Intermediates verwenden, weil sie damit schneller fahren können und weil sie die Anzahl Reifenwechsel verringern wollen.»
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