Kimi Antonelli ist 20: Papa Marco Antonelli erinnert sich an die Anfänge
Kimi Antonelli ist seit dem 25. August 2026 kein Teenager mehr: Der Italiener feiert den 20. Geburtstag. Sein Papa Marco Antonelli erinnert sich an einige Szenen aus der Kindheit des Mercedes-Piloten.
Buon compleanno, Kimi Antonelli – der Formel-1-WM-Leader aus Bologna ist 20 Jahre jung geworden. Seine Papa Marco Antonelli, ständiger Begleiter Kimis an den Rennstrecken der Welt, hat sich mit mit unserer Kollegin Giulia Toninelli von der Gazzetta dello Sport an einige Erlebnisse aus der Kindheit von Kimi erinnert, angefangen mit einer Szene, da war der Sohn noch ein Baby.
«Wir waren 2007 auf der Rennstrecke von Sarno. Kimi war gerade ein Jahr alt geworden, und wir hatten ihn zu dieser Veranstaltung mitgenommen, die von einem Unternehmen mit Strassen-, Renn- und Kartfahrzeugen organisiert wurde.»
«Es waren viele Gäste da, und ich erinnere mich, dass ich mich irgendwann, als gerade eine Pause war, hinter das Steuer eines Karts gesetzt und ihn auf den Schoss genommen habe. In diesem Alter erschrecken sich Kinder normalerweise vor dem Lärm, aber am Ende der Runde hob Veronica, seine Mutter, ihn aus dem Kart, und Kimi fing sofort an zu weinen, weil er seine Händchen nicht vom Lenkrad nehmen wollte.»
«Ein anderes Mal, als er zehn Jahre alt war und noch immer auf meinem Schoß sass, haben wir in Adria mit einem Lamborghini Super Trofeo ein paar Runden auf der Rennstrecke gedreht. Ich habe gebremst und Gas gegeben, er hat geschaltet. Irgendwann waren wir wirklich perfekt aufeinander eingespielt, fuhren ziemlich schnell und gerieten an der ersten Bremsstelle der Strecke ins Übersteuern: Er hat das perfekt unter Kontrolle gebracht, als hätte er das schon dutzende Male gemacht. Da wurde mir sein Talent bewusst.»
Aber die Formel 1 war damals in weiter Ferne, wie Marco Antonelli betont: «Wir haben die Königsklasse nie als ein Ziel betrachtet, das um jeden Preis erreicht werden muss. Der Motorsport war schon immer Teil unseres Alltags als Familie, daher hat Kimi mit derselben Einstellung angefangen zu fahren, mit der wir unser Team leiten.»
«Dann kam die Formel 1, dank des Talents, das Kimi bewiesen hat, aber auch dank einer Portion Glück, dass Mercedes an ihn geglaubt hat. Wir haben jedoch nie mit dem Gedanken gespielt, dort anzukommen, wo wir jetzt sind – man muss sich nur vor Augen führen, dass der Traum meines Sohnes als Kind nicht darin bestand, in der Formel 1 zu fahren, sondern in der DTM!»
Und nun ist dieser Kimi als 20-Jähriger WM-Leader der Formel 1. Marco Antonelli spielt das herunter: «Wir denken nicht an den Titel. Wir arbeiten so, wie wir es immer getan haben: Wir konzentrieren uns auf ein Rennen nach dem anderen und versuchen, die Ergebnisse zu maximieren, wenn wir nicht gewinnen können.»
Die Wünsche von Marco für seinen Sohn: «Zuallererst Gesundheit, etwas, das wir viel zu oft als selbstverständlich ansehen. Vor wenigen Tagen haben wir Abschied von einem jungen Rennfahrer genommen, der erst 39 Jahre alt war (Cedric Sbirrazzuoli, die Redaktion) und einer Krankheit zum Opfer fiel; er war in der Vergangenheit auch für mein Team gefahren, und Ereignisse wie dieses rücken die Prioritäten wieder in die richtige Reihenfolge. Zudem wünsche ich Kiimi, dass er so bleibt, wie er ist – liebenswürdig und grosszügig – und dass er so lange wie möglich das tun kann, was er liebt.»
Wie wird heute gefeiert? Marco Antonelli: «Ich bin in Imola für einen Test mit meinem Team, und Kimi wird mit seinen Freunden zusammen sein, aber am Abend werden wir uns treffen, bei einem Abendessen im Familienkreis. Danach gilt es dann aber, den Fokus auf Monza zu richten – es gibt noch viel zu tun.»
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