Superbike-Rückkehr von Bimota: Eine Erfolgsgeschichte im Rekordtempo
Es war ein Paukenschlag, als Bimota im April 2024 die Rückkehr in die Superbike-WM bekannt gab. Was seitdem erreicht wurde, ist beeindruckend.
Seit Bimota mehrheitlich zu Kawasaki gehört, ging es mit der kriselnden italienischen Motorradschmiede wieder bergauf. Mit einer Rückkehr in die Superbike-Weltmeisterschaft 2025 hatte jedoch keiner gerechnet – das Prometheus getaufte Projekt lief unter strengster Geheimhaltung und wurde erst am 24. April 2024 der Öffentlichkeit vorgestellt.
Zur Erinnerung: Das erste Superbike-Rennen der Geschichte in Donington 1988 wurde von Bimota-Pilot Davide Tardozzi gewonnen.
Die Bimota KB998 wurde in enger Abstimmung mit dem Kawasaki Racing Team (KRT) entwickelt. Die frühere Werkstruppe der Japaner organisiert seit 2025 den Bimota-Auftritt in der Superbike-WM. Kawasaki steuert Motor und Elektronik und Bimota ein hervorragendes Chassis sowie Aerodynamik bei.
Mittlerweile hat sich Bimota hinter Ducati als zweite Kraft etabliert. Alex Lowes ist WM-Vierter, Axel Bassani WM‑Sechster. Beide haben vereinzelte Podestplätze erzielt, jedoch noch keinen Sieg. Davor und dahinter sind jeweils Ducati-Piloten platziert. Natürlich ist man mit dem Verlauf des Projekts zufrieden.
«Es ist schwer, ein wettbewerbsfähiges Gesamtpaket zu schnüren», betonte Pere Riba, Crew-Chief von Lowes, bei Corsedimoto. «Man braucht das Motorrad, die Fahrer, ein Team. Diese Kombination zu erreichen, ist sehr schwierig. Wir haben das Serienmotorrad in sehr kurzer Zeit entwickelt, um die Homologation zu erhalten. Eineinhalb Jahre später kann ich sagen, dass wir gemeinsam mit Japan, Italien und dem Team hervorragende Arbeit geleistet haben.»
Den Vergleich zu anderen, bedeutend größeren Herstellern, braucht Bimota nicht zu scheuen. «Da sind Yamaha, Honda, BMW – aber niemand hat das geschafft, was wir geschafft haben. Wir waren also gut, sehr gut», zählte der Spanier auf. «Ducati hat unglaubliche Arbeit geleistet; sie sind wirklich an der Spitze. Wir sprechen von einem Unternehmen, das in der MotoGP gewinnt; sie haben eine Rennstruktur, die wirklich die beste ist.»
Riba betreute bei Kawasaki bis 2023 Rekordweltmeister Jonathan Rea. «Wer erinnert sich noch an 2019? Jonathan hatte bereits vier Weltmeistertitel in Folge gewonnen, als die Ducati Panigale V4 R auf den Markt kam. Dieses Projekt hat das Gesicht der Superbike-Klasse verändert. Aber sie hat nicht sofort gewonnen – wir haben weiterhin mit Kawasaki gewonnen», blickte der 57-Jährige zurück. «Ducati brauchte drei Jahre, um die Weltmeisterschaft zu gewinnen. Das zeigt, wie gut Bimota darin war, den Prozess so schnell voranzutreiben.»
Schon gesehen?
Newsletter
Motorsport-News direkt in Ihr Postfach
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach





