Carlos Sainz über teaminternen Crash: «War das Letzte, was ich wollte!»
Kurz vor Schluss crashten die beiden Williams-Boliden untereinander. Carlos Sainz zeigte Reue. Und er musste zum Renntempo von Williams eingestehen: «Wir konnten eigentlich gegen niemanden ankommen.»
In einem chaotischen letzten Holland-GP in Zandvoort (Vertrag läuft aus) gab es gleich mehrere Unterbrechungen des Rennflusses: Gleich in der Frühphase verunfallte Max Verstappen, löste eine rote Flagge aus. Beim Re-Start schaffte Oliver Bearman es nicht in die Startaufstellung, blieb liegen. Es gab eine zusätzliche Formationsrunde, bis der Haas geborgen war. In Runde 49 dann Doppel-Gelb und ein Virtuelles Safety-Car, weil Bearmans Kollege Esteban Ocon zum Stehen kam. Und kurz vor Ende des Rennens, nämlich als die Spitzen-Autos schon in Runde 70 von 72 waren, gab es eine letzte kleine Tempo-Reduzierung: Weil die beiden Williams-Boliden kollidiert waren, lagen Trümmerteile auf der Strecke. Für die Bergung und zum Schutz der Streckenposten gab es wieder eine kurze VSC-Phase.
Williams-Crash sorgte für spätes VSC
Die beiden Williams (Alex Albon und Carlos Sainz) hatten sich in der ersten Kurve berührt und einander die Frontflügel beschädigt. Karbonteile verteilten sich schnell über die enge Rennstrecke in Zandvoort. Für die Kollision bekam Sainz eine 10-Sekunden-Strafe aufgebrummt.
Sainz erklärt den Crash
Der Spanier zeigte sich nach dem Rennen reumütig: «Eine faire Strafe. Ich war etwas überrascht. Ich hatte stark abgenutzte harte Reifen und hatte große Schwierigkeiten mit dem Auto und dem Renntempo. Es gibt in Kurve 1 eine massive Unebenheit, die umso größer wird, je weiter man nach innen fährt. Ich habe auf der Innenseite bremsen wollen und bin dann mit dem Chassis voll draufgefahren. Meine Vorderreifen waren in der Luft, und sobald ich die Bremse berührte, blockierten die Räder und ich riss Alex mit, was das schlimmstmögliche Ergebnis für dieses Rennen ist. Es ist ja nicht so, als hätten wir um etwas Großes gekämpft, aber ehrlich gesagt hat mich das so sehr überrascht… Ich entschuldige mich bei ihm, denn das war das Letzte, was ich wollte.»
Die beiden Williams kamen als 16. (Sainz) und 17. (Albon) ins Ziel. Sie waren damit die letzten beiden Autos von denen, die die Ziellinie erreichten. Nicht nur in Zandvoort, auch insgesamt steckt Williams gerade in einem Tief.
Williams konnte gegen niemanden ankommen
Sainz: «Wir sind ziemlich genau da gelandet, wo wir es erwartet haben, nämlich ganz hinten. Im Moment sind wir nur schneller als Cadillac. Man hat die Astons im Renntempo gesehen – die spielen momentan in einer anderen Liga. Also konnten wir nicht gegen sie ankommen. Wir konnten eigentlich gegen niemanden ankommen. Am Ende des Rennens hatten Alex und ich einfach nur Spaß, und leider habe ich diesen Fehler gemacht, als ich in Kurve 1 auf der Unebenheit vom Blockieren der Vorderachse überrascht wurde. Aber ehrlich gesagt, es ist ja nicht so, als hätten wir um viel gekämpft…»
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