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Kimi Räikkönen: «Auch ich werde mal gehen»

Ferrari-Star Kimi Räikkönen erinnerte sich in Abu Dhabi an seinen Formel-1-Rücktritt nach der Saison 2009 zurück und erklärt mit Blick auf den WM-Kampf diplomatisch: «Wer auch immer den Titel gewinnt, hat ihn verdient.»

Rob La Salle

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In Brasilien erlebte Kimi Räikkönen den grössten Schock aller GP-Piloten – und das, obwohl der Finne im Ferrari bei weitem nicht der Einzige blieb, der den schwierigen Bedingungen zum Opfer fiel. Doch der Iceman schaffte es nach 19 Umläufen, auf der Start-Ziel-Geraden von der nassen Piste zu rutschen. Aquaplaning sorgte dafür, dass der Weltmeister von 2007 nur noch Passagier in seinem Renner war.

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Räikkönen hatte Glück im Unglück und kam auf der Innenseite – entgegen der Fahrtrichtung – zum Stehen. Der 37-Jährige war für die heranbrausende Konkurrenz wegen der Gischt erst spät erkennbar, wie Esteban Ocon nach dem Rennen sichtlich geschockt zu Protokoll gab. Der Manor-Pilot wäre um ein Haar in den Renner aus Maranello gekracht. "Da fehlten nur Millimeter", gestand der Franzose, der mit mehr als 300 km/h am Auto von Räikkönen vorbeigeschossen war.

Bereits in Brasilien präsentierte sich Räikkönen nach seinem Ausfall ganz cool, als er vor die TV-Kameras trat. In Abu Dhabi war die Schrecksekunde denn auch kein Thema mehr. Viel lieber sprach Kimi über den anstehenden Rücktritt seiner Mitstreiter Felipe Massa und Jenson Button. Auf die Frage, ob er die beiden Kontrahenten vermissen werde, erklärte er cool: "Ich war auch schon mal weg und weiss also, wie sich das anfühlt."

Und der Rennfahrer aus Espoo betont: "Die Beiden haben sich ja aus guten Gründen so entschieden, und werden sicher auch weiterhin ihren Spass haben. Beide hatten eine gute, lange Karriere, und so läuft es, die Dinge ändern sich immer, auch ich werde mal gehen."

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Auch mit Blick auf den WM-Kampf zwischen den beiden Mercedes-Piloten bleibt der 20-fache GP-Pilot wage: "Ich weiss nicht, was am Sonntag passieren wird, wir werden sehen. Ich war auch in der Situation, und kann sagen: Man geht wie immer ins Rennwochenende und versucht, ein starkes Rennen zu zeigen. Man versucht ja immer, das Maximum zu erreichen und zu gewinnen. Und dann kommt es auch darauf an, was die Anderen machen. Lewis hatte ja auch Pech in diesem Jahr, aber wer auch immer den Titel gewinnt, hat ihn auch verdient."

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