Max Verstappen: McLaren unterstellt unfairen Vorteil
McLaren-Teamchef Andrea Stella hat nach dem Brasilien-GP gegen den Motorwechsel im Auto von Max Verstappen gestichelt und wittert einen unfairen Vorteil. Nun kommt die Antwort von Red Bull Racing.
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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Hatte Max Verstappen beim Grossen Preis von Sao Paulo einen unfairen Vorteil? Dieser Ansicht ist jedenfalls McLaren-Teamchef Andrea Stella.
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Und das war passiert: Red Bull Racing hatte vor dem Grossen Preis von São Paulo nichts zu verlieren: Die Qualifikation war jämmerlich verlaufen, Max Verstappen nur auf Platz 16. RBR ging aufs Ganze: Abstimmung von Verstappens Rennwagen des Typs RB21 auf den Kopf gestellt, dazu ein frischer Honda-Motor für den vierfachen Weltmeister. Aus der Boxengasse zeigte der Niederländer dann eine fabelhafte Fahrt und wurde am Ende Dritter, sogar P2 war in Griffweite. Bei McLaren-Teamchef Andrea Stella ging eine Augenbraue hoch. Der Italiener stellt in Frage, ob ein solches Vorgehen dem Sinne des Reglements entspricht. Stella in Interlagos: "Der Einbau einer neuen Antriebseinheit auf diese Art und Weise stellt das Reglement infrage. Ich würde gerne mal wissen, ob die Kosten dieses Motors nun unter den Kostendeckel fallen oder eben nicht."
"Wenn der Motor rein aus Leistungsgründen gewechselt wurde, dann sollte er in die Kostenobergrenze fallen, finde ich. Mal sehen, ob das der Fall ist – wobei ich das nicht beurteilen kann, da die Entscheidung bei Red Bull Racing liegt." McLaren missfällt, dass nun Verstappen – ohne Strafversetzung – ein frisches Aggregat verwenden darf. Red Bull Racing-Teamchef Laurent Mekies: "Natürlich spielte der frische Motor eine Rolle bei der Aufholjagd von Max. Aber wir lagen in Sachen Motoren im Plan, wir hätten die Saison ohne Motorwechsel durchfahren können." "Das Reglement ist so ausgelegt, dass ein Start aus der Boxengasse erforderlich wird, wenn der Wagen aus den Parc fermé-Bedingungen geholt und die Abstimmung umgekrempelt wird. Wir wollten diese Gelegenheit nutzen, um auch gleich einen neuen Motor einzubauen, so wie das vom Reglement her erlaubt ist." Im Formel-1-Reglement ist nicht exakt umschrieben, wie der Einbau eines frischen Aggregats eingestuft wird. Andrea Stella hat angekündigt, dass er bei der FIA abklären lassen wolle, diesen Punkt in den Vorschriften zu präzisieren. Nun vertieft Paul Monaghan, der leitende Ingenieur von Red Bull Racing: "Es überrascht mich nicht, dass jemand die Situation nutzt, im ein wenig zu zündeln. Wäre die Lage andersherum, würden wir vielleicht genauso handeln." "Aber unser Vorgehen ist vertretbar und legitim. Ich sehe da keine Grauzone. Wir haben unser Vorgehen für uns selbst begründet. Sollten wir dazu befragt werden, dann werden wir es rechtfertigen." Aber geht dieser Motor nun unter den Kostendeckel oder nicht? Monaghan: "Diese Frage möchte ich nicht beantworten, da ich kein Experte für Finanzregulierung bin. Ich weiss ungefähr, was wir tun müssen und was erlaubt ist und was nicht. Aber ich will nicht spekulieren, denn ich könnte mich irren, und dann stehe ich wie ein Idiot da."
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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01. Lando Norris (GB), McLaren, 1:33,602 min 02. Kimi Antonelli (I), Mercedes, 1:33,631 03. Charles Leclerc (MC), Ferrari, 1:33,763 04. Nico Hülkenberg (D), Sauber, 1:33,879 05. Isack Hadjar (F), Racing Bulls, 1:33,893 06. Liam Lawson (NZ), Racing Bulls, 1:33,901 07. George Russell (GB), Mercedes, 1:34,037 08. Alex Albon (T), Williams, 1:34,067 09. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing, 1:34,105 10. Lewis Hamilton (GB), Ferrari, 1:34,127 11. Lance Stroll (CDN), Aston Martin, 1:34,191 12. Pierre Gasly (F), Alpine, 1:34,373 13. Carlos Sainz (E), Williams, 1:34,435 14. Oscar Piastri (AUS), McLaren, 1:34,493 15. Yuki Tsunoda (J), Red Bull Racing, 1:34,692 16. Franco Colapinto (RA), Alpine, 1:34,824 17. Oliver Bearman (GB), Haas, 1:34,986 18. Fernando Alonso (E), Aston Martin, 1:35,012 19. Esteban Ocon (F), Haas, 1:35,228 20. Gabriel Bortoleto (BR), Sauber, 1:35,499
1. Training, Las Vegas 01. Charles Leclerc (MC), Ferrari, 1:34,802 min 02. Alex Albon (T), Williams, 1:34,968 03. Yuki Tsunoda (J), Red Bull Racing, 1:35,071 04. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing, 1:35,109 05. Carlos Sainz (E), Williams, 1:35,179 06. Lando Norris (GB), McLaren, 1:35,258 07. Isack Hadjar (F), Racing Bulls, 1:35,299 08. Oscar Piastri (AUS), McLaren, 1:35,450 09. George Russell (GB), Mercedes, 1:35,534 10. Kimi Antonelli (I), Mercedes, 1:35,538 11. Lewis Hamilton (GB), Ferrari, 1:35,561 12. Pierre Gasly (F), Alpine, 1:35,589 13. Liam Lawson (NZ), Racing Bulls, 1:35,709 14. Fernando Alonso (E), Aston Martin, 1:35,746 15. Lance Stroll (CDN), Aston Martin, 1:35,894 16. Oliver Bearman (GB), Haas, 1:35,990 17. Esteban Ocon (F), Haas, 1:36,123 18. Nico Hülkenberg (D), Sauber, 1:36,170 19. Gabriel Bortoleto (BR), Sauber, 1:36,398 20. Franco Colapinto (RA), Alpine, 1:36,758
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