Mercedes-Teamchef Toto Wolff nach Australien-Triumph: Von Ferrari verblüfft
Die Erleichterung war Mercedes-Steuermann Toto Wolff anzusehen nach dem WM-Auftakt in Australien: Doppelsieg mit George Russell vor Kimi Antonelli. Wolff über die neue Formel 1 und über Ferrari.
Mercedes hat beim Formel-1-Start 2026 im Albert-Park von Melbourne einen blitzsauberen Doppelsieg herausgefahren, mit George Russell vor Kimi Antonelli.
Für den 28-jährigen Russell ist dies der sechste GP-Sieg, sein erster seit Singapur 2025 und sein erster in Australien. Mercedes hat in der Formel 1 zum 132. Mal gewonnen, zum 61. Mal davon als Doppelsieg (erstmals seit Las Vegas 2024, damals mit Russell vor Lewis Hamilton).
Verrückte Statistik: Dies ist der erste Mercedes-Doppelsieg in der Königsklasse ohne Lewis Hamilton seit Monza 1955! Damals triumphierten die Silbernen mit Juan Manuel Fangio vor Piero Taruffi.
Teamchef Toto Wolff strahlt: «Jeder, der behauptet hatte, es gebe mit diesen neuen Rennwagen vielleicht zu wenig Show, der wurde besonders am Anfang des Grand Prix eines Besseren belehrt.»
Wolff: Von Ferrari zwei Mal verblüfft
«Was uns angeht, so haben wir geglaubt, es würde ein bisschen leichter werden, als es am Ende war. Die Fahrer waren am Anfang unglaublich schnell und am Ende hat bei uns vielleicht die Strategie den Unterschied gemacht, dass wir diese virtuelle Safety Car-Phase genutzt haben, um Reifen zu wechseln. Denn da war nicht viel Unterschied zu Ferrari.“
«Ganz ehrlich, ich war schon überrascht, dass Ferrari die VSC-Phase nicht zumindest mit einem Auto genutzt hat, vor allem, wenn noch eine Runde Zeit gewesen wäre. Aber im Nachhinein weiss man es immer besser.»
«Es hat sich gezeigt: Wenn du freie Fahrt hast, kannst du einfach eine viel bessere Schlagzahl zeigen. Wenn du dagegen im Kampf mit den Anderen bist, geht nicht viel. Am Ende hat man gesehen, dass Ferrari zwar etwas frischere Reifen hatte, aber vom Tempo ziemlich identisch war. Ich bin schon ein wenig überrascht, wie eng das alles eigentlich ist.»
«Der gute Start von Ferrari, das war absehbar. Wir erkannten schon bei den Wintertests in Bahrain, dass sie für die Starts richtig gut aufgestellt sind. Auch mit dem Energie-Management waren sie sowohl beim Verteidigen als auch beim Attackieren stark. Am Anfang gab es für Russell an Charles Leclerc keinen Weg vorbei.»
Wolff zu den neuen Regeln: «Wir waren selber gespannt»
Wolffs Verdikt zu den neuen Regeln: «Wir waren natürlich auch neugierig, wie das laufen würde. Gerade beim Start sah das am Anfang schon etwas chaotisch aus, aber es ist letztlich alles gut gegangen und bis zu einem gewissen Grad auch spannend gewesen.»
«Ich finde, dass im Vergleich zu den vergangenen Jahren gar nicht so viel Unterschied zu sehen war. Und das auf einer Strecke, die energetisch besonders anspruchsvoll ist. Vom Show-Aspekt her ist das hier wahrscheinlich eine der schwierigeren Strecken, was dieses System betrifft, und trotzdem war das Rennen okay. Jetzt schauen wir auf Shanghai, dort sollte es deutlich besser werden, und hoffentlich haben wir dort auch einen guten Unterhaltungs-Faktor.»
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