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Renault gegen Racing Point: FIA prüfte schon im März

​Renault hat nach dem Steiermark-GP Protest eingelegt gegen Racing Point. Moniert wird die Bremsbelüftung am RP-Renner, die eine reine Kopie der Lösung des 2019er Mercedes sein soll. Hat die FIA hier geschlafen?

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Noch weiss keiner, wie der Protest ausgeht, den Renault in der Steiermark gegen Racing Point deponiert hat. Die Regelhüter des Autosport-Weltverbands FIA haben Mercedes in der Folge gebeten, Teile und Konstruktionszeichnungen des 2019er Mercedes einzureichen, um die Lösung am Silberpfeil mit jener am Pink-Panther zu vergleichen. Mit einer Antwort wird innerhalb der kommenden zehn Tage gerechnet.

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Viele Fans stellen sich die Frage: Wieso musste Renault überhaupt zum Rechtsmittel des Protests greifen? Hätte die FIA selber nicht aktiv werden müssen? Und zwar nicht jetzt, sondern schon im Frühling.

Am Rande des Hungarorings stand Nikolas Tombazis Rede und Antwort, langjähriger Chefdesigner von Ferrari, heute technischer Leiter der Einsitzer-Abteilung der FIA. Der 52jährige Grieche sagt, er habe im Anschluss an die Wintertests die Rennwagenfabrik von Racing Point besucht. Dort zeigten ihm die Techniker, wie sie anhand von Fotos das Konzept des 2019er Mercedes übernommen haben. So lange das Team aus Silverstone die vom Reglement vorgeschriebenen Teile selber herstellt, ist ein solches Vorgehen erlaubt.

Der Athener muss allerdings zugeben: Die FIA hat sich den Racing Point-Rennwagen als Ganzes angeschaut, nicht aber ein Detail wie die von Renault angezweifelte Bremsbelüftung. Tombazis: "Wir konnten sehen, dass sich die Autos extrem ähnlich sind. Hätte Racing Point etwa Zeichnungen von Mercedes übernommen, dann wäre das verboten. Und dann würde dies Racing Point genau so belasten wie Mercedes. Hätten wir einen Informationsaustausch bemerkt, sagen wir beim Diffusor, so wären Mercedes und Racing Point in ziemlich grossen Schwierigkeiten."

"Im Werk konnte uns jedoch glaubhaft versichert werden, dass die Ähnlichkeit durch schlichtes Kopieren anhand von Fotos entstanden ist. Wir sind mit dieser Erklärung zufrieden."

"Vielleicht war das damals ein Fehler, aber auf Details wie die Bremsbelüftung sind wir nicht eingegangen. Wir haben zu diesem Punkt unsere Meinung, aber die behalten wir derzeit für uns. Der Renault-Protest bezieht sich auf ein sehr kompliziertes Teil."

Fotos sind das eine. Wenn die FIA-Regelhüter die Bremshutzen des 2019er Mercedes und des 2020er Racing Point öffnen, werden sie der Wahrheit ein grosses Stück näherkommen. RP-Teamchef Otmar Szafnauer beteuert, er schlafe ruhig. "Die Luftführung im Inneren des Teils wird zeigen, dass dieses Teil ganz alleine von uns entworfen worden ist."

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