Spielberg-Sprint: Verstappen siegt, Vettel fällt aus
Formel-1-Champion Max Verstappen machte im Sprint zum Österreich-GP auf dem Red Bull Ring alles richtig und sicherte sich von der Pole aus den Sieg. Schumacher wurde Neunter, Vettel fiel aus.
Das bietet Stoff für stundenlange Diskussionen unter GP-Fans: Welcher Formel-1-Rennstall geht 2026 mit der stärksten Fahrerpaarung an den Start? Die Antwort ist ziemlich knifflig.
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Die Formel-1-Piloten stellten sich bei strahlendem Sonnenschein und 21,3 Grad Celsius Aussen- sowie 37 Grad Streckentemperatur zum Sprint in Spielberg auf. Die Pole hatte sich Max Verstappen gesichert, der Red Bull Racing-Star teilte sich die erste Startreihe mit Ferrari-Ass Charles Leclerc, dahinter reihten sich Carlos Sainz und George Russell auf.
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Letzterer hatte sich wie sein Mercedes-Teamkollege Lewis Hamilton mit einem Crash aus dem Qualifying verabschiedet. Esteban Ocon, Kevin Magnussen, Mick Schumacher, Fernando Alonso, Hamilton und Pierre Gasly komplettierten die Top-10 vor Alex Albon, Valtteri Bottas, Sergio Pérez (dessen Q3-Zeiten wegen eines Ausritts im Q2 gestrichen worden waren), Yuki Tsunoda, Lando Norris, Daniel Ricciardo, Lance Stroll, Guanyu Zhou, Nicholas Latifi und Sebastian Vettel. Alonso musste den Sprint allerdings von der Boxengasse aus in Angriff nehmen, weil seine Reifenwärmer noch drauf waren, als es Zeit für die Aufwärmrunde war. Weil auf dieser Zhou stehen blieb, mussten die verbleibenden 18 Piloten eine zweite Aufwärmrunde absolvieren. Das Alpine-Team teilte kurz vor dem Start mit, dass die Probleme am Auto von Alonso nicht rechtzeitig gelöst werden konnten, um den zweifachen Weltmeister am Sprint teilnehmen zu lassen.
Schliesslich wurde das Rennen gestartet und Verstappen konnte die Führung behaupten. Dahinter überholte Sainz seinen Ferrari-Teamkollegen Leclerc, der allerdings erfolgreich konterte. Russell, Ocon, Magnussen, Schumacher, Pérez, Bottas und Albon folgten dahinter. Hamilton war auf Position 11 unterwegs vor dem McLaren-Duo Norris und Ricciardo. Vettel, der von der letzten Position gestartet war, hatte sich in der ersten Runde bereits auf den 14. Platz nach vorne gearbeitet.
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Hamilton kam nicht unbeschadet durch die erste Runde, denn er hatte ein unliebsames Zusammentreffen mit Gasly, der sich drehte, und auf den zweitletzten Platz zurückfiel. Leclerc und Sainz lieferten sich in den ersten Runden ein beachtliches Duell, während sich Pérez und Hamilton nach vorne arbeiteten. Auch Albon und Norris kämpften und weil der Williams-Pilot den McLaren-Star von der Piste drängte, bekam er eine 5-sec-Zeitstrafe aufgebrummt.
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Untersuchung gegen Mick Schumacher
Sehr viel besser lief es für Pérez, der ein Duell der Haas-Piloten um Platz 6 nutzte, um an Schumacher vorbeizuziehen und kurz darauf auch den Dänen zu schnappen. Somit war der Mexikaner auf Position 6 unterwegs. Nach 10 von 23 Runden wurde die gelbe Flagge geschwenkt, weil Vettel in der sechsten Kurve im Kiesbett steckte. Damit fiel der vierfache Champion erneut auf den letzten Platz zurück. Die Wiederholung der Onboard-Aufnahmen zeigte, dass der Heppenheimer mit Albon zusammengeraten war, der in den Aston Martin-Renner untersteuerte.
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Pérez sorgte derweil weiterhin für Unterhaltung, indem er an Ocon vorbei auf Position 5 zog. An der Spitze führte Verstappen immer noch das Feld vor Leclerc und Sainz an. Russell, Pérez, Ocon, Magnussen, Schumacher, Hamilton und Bottas folgten auf den weiteren Top-10-Positionen. Hamilton klebte Schumacher am Heck, fand aber keinen Weg vorbei am Deutschen, über dessen Ausritte er sich am Funk beschwerte. Schumachers Landsmann Vettel wurde in Runde 19 überrundet, während Bottas auf Hamilton aufholte. Letzterer schafft es schliesslich in Runde 21 am Haas-Piloten vorbei. Vettel war auf der anderen Seite der Wohlfühlskala, denn er wurde angewiesen, seinen Renner in der letzten Runde an der Box abzustellen. Verstappen sicherte sich kurz darauf den Sieg vor Leclerc und Sainz. Russell, Pérez, Ocon, Magnussen, Hamilton, Schumacher und Bottas kamen auf den weiteren Top-10-Positionen ins Ziel vor Norris, Ricciardo, Stroll, Zhou, Gasly, Albon, Tsunoda und Latifi. Die Rennleitung meldete noch vor dem Zieleinlauf, dass sowohl gegen Schumacher als auch Ricciardo Untersuchungen laufen, wegen eines Vergehens bei der Startprozedur. Sprint-Sieger Verstappen erklärte: "Es war ein gutes Rennen und wir hatten von Anfang an ein starkes Tempo. Ich erwarte auch morgen ein sehr interessantes Rennen, weil wir und Ferrari einen ähnlichen Speed haben. Das Auto ist gut, müssen nur wenige Kleinigkeiten anpassen. Aber wir waren an diesem Wochenende bisher sehr konkurrenzfähig."
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Leclerc sagte seinerseits: "Es war knifflig, im ersten Teil ging es darum, die Reifen zu schonen. Max war sehr schnell, er machte von Anfang an Druck. Ich habe meine Reifen geschont für eine Attacke am Ende, dann hatte ich ein kleines Duell mit Carlos. Am Ende habe ich dann gepusht und konnte etwas Boden gutmachen, aber es war sehr eng. Ich hoffe, dass wir morgen im Rennen auch wieder einen guten Start hinbekommen und Max unter Druck setzen können." Und Sainz fasste zusammen: "Ich hatte einen guten Start und ein nette paar Duelle, erst mit Max in der dritten Kurve und später an gleicher Stelle mit Charles. Es hat Spass gemacht, ein Rennen, wie es sein muss. Es war gutes Racing. Am Sonntag erwartet uns ein längeres Rennen auf anderen Reifenmischungen, in dem alles passieren kann. Ich hoffe, wir erleben einen guten GP." Sprint, Red Bull Ring 01. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing 02. Charles Leclerc (MC), Ferrari, +1,675 sec 03. Carlos Sainz (E), Ferrari, +5,644 04. George Russell (GB), Mercedes, +13,429 05. Sergio Pérez (MEX), Red Bull Racing, +18,302 06. Esteban Ocon (F), Alpine, +31,032 07. Kevin Magnussen (DK), Haas, +34,539 08. Lewis Hamilton (GB), Mercedes, +35,447 09. Mick Schumacher (D), Haas, +37,163 10. Valtteri Bottas (FIN), Alfa Romeo, +37,557 11. Lando Norris (GB), McLaren, +38,580 12. Daniel Ricciardo (AUS), McLaren, +39,738 13. Lance Stroll (CDN), Aston Martin, +48,241 14. Guanyu Zhou (RC), Alfa Romeo, +50,753 15. Pierre Gasly (F), AlphaTauri, +52,125 16. Alexander Albon (T), Williams, +52,412 17. Yuki Tsunoda (J), AlphaTauri, +54,556 18. Nicholas Latifi (CDN), Williams, +68,694 Out Sebastian Vettel (D), Aston Martin, Kollisionsschäden Fernando Alonso (E), Alpine, Elektrik
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Fahrer-WM (nach 10 von 22 Rennen und Sprint Red Bull Ring) 01. Verstappen 189 Punkte 02. Pérez 151 03. Leclerc 145 04. Sainz 133 05. Russell 116 06. Hamilton 94 07. Norris 58 08. Bottas 46 09. Ocon 42 10. Alonso 28 11. Magnussen 18 12. Gasly 16 13. Vettel 15 14. Ricciardo 15 15. Tsunoda 11 16. Zhou 5 17. Schumacher 4 18. Albon 3 19. Stroll 3 20. Latifi 0 21. Nico Hülkenberg (D) 0 Stand Konstrukteurs-Pokal 01. Red Bull Racing 340 Punkte 02. Ferrari 278 03. Mercedes 210 04. McLaren 73 05. Alpine 70 06. Alfa Romeo 51 07. AlphaTauri 27 08. Haas 22 09. Aston Martin 18 10. Williams 3
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