Rückschlag für Williams: Teilnahme am ersten Test in Barcelona geplatzt
Der Traditionsrennstall Williams wird am ersten Wintertest (ab 26. Januar auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya) nicht teilnehmen können. Das kommt uns bekannt vor. Das Team bezieht Stellung.
Die ersten Wintertests der Formel 1 finden vom 26.–30. Januar auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya statt. Seit 23. Januar ist klar, dass dann nur zehn von elf Rennställen im Einsatz sein werden: Williams muss passen.
Der drittälteste Rennstall (nach Ferrari und McLaren) teilt mit: «Das Atlassian Williams F1 Team hat aufgrund von Verzögerungen im FW48-Programm beschlossen, nicht am Shakedown-Test nächste Woche in Barcelona teilzunehmen, da wir weiterhin die maximale Leistung des Fahrzeugs optimieren wollen.»
«Das Team wird stattdessen nächste Woche eine Reihe von Tests mit dem Fahrzeug für 2026 durchführen, um sich auf den ersten offiziellen Test in Bahrain und danach aufs erste Saisonrennen in Melbourne vorzubereiten.»
Vom Team nicht bestätigt wurde, dass ein Teil der Verzögerung vielleicht auf Schwierigkeiten zurückgeht, die kniffligen Sicherheits-Tests des Autosport-Weltverbands FIA zu bestehen.
Das wäre durchaus kein Einzelfall. Wer den Crash-Test versemmelt, hat echte Probleme: Die FIA lässt einen Wagen ohne Prüfsiegel nicht auf die Rennstrecke. Nicht bestandene Crash-Tests können den Aufbau eines neuen Boliden empfindlich verzögern.
Es ist früher regelmässig vorgekommen, dass ein Rennstall beispielsweise mit einer neuen Fahrzeugnase antreten wollte (für die ein neuer Crash-Test vonnöten ist), der Test jedoch verhauen wurde. Ergebnis: Das Team musste mit der alten Nase fahren, aerodynamisch vielleicht ungünstiger, aber eben von der FIA abgenommen.
Es gab auch Fälle, in welchen Teams in Cranfield noch zum Test antraten, während das Rennmaterial bereits in Australien zum Saisonbeginn angekommen war.
Williams, Williams, Moment mal, da war doch was in Sachen Wintertest … Genau! Am 17. Februar 2019 mussten die Briten bestätigen, dass sie die ersten Testtage von Barcelona verpassen werden. Angeblich gab es damals Schwierigkeiten mit den Lieferanten. Finanzielle Engpässe wurden nicht kommentiert.
Der damalige Technikchef Paddy Lowe: «Es gibt keine einfache Erklärung für die Verspätung. Nie waren Formel-1-Autos komplizierter als heute, das hat uns kalt erwischt. Es waren einfach nicht alle Teile rechtzeitig fertig. Wir haben das falsch eingeschätzt.»
Knapp drei Wochen später wurde Lowe beurlaubt.
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