Drogenboss und MotoGP-Edelsammler Ryan Wedding festgenommen
Der kanadische Drogenboss «El Jefe» Ryan Wedding, der Besitzer einer unfassbar wertvollen Sammlung an seltenen Rennmotorrädern, ist von Behörden verhaftet worden.
Der US-Sender NBC News und mehrere weitere Medien berichteten am Freitag, dass Fahnder den ehemaligen Olympia-Athleten festgenommen haben. Wedding, der auf der FBI-Liste der zehn meistgesuchten Verbrecher stand, soll ein internationales Drogenkartell geführt haben, das pro Jahr etwa 60 Tonnen Kokain in die USA geschmuggelt und damit über eine Milliarde Dollar Umsatz gemacht haben soll.
Nachdem die Lage durch die Ermordung eines mutmaßlichen Kronzeugen eskalierte, hatte das US-Außenministerium zuletzt 15 Millionen Euro als Belohnung für Hinweise auf Wedding ausgesetzt. In den kommenden Tagen werden im Zuge einer Pressekonferenz weitere Details zur Verhaftung veröffentlicht. Ryan Wedding war in einem erweiterten FBI-Anklagepunkt wegen versuchten Mordes und Drogenschmuggels angeklagt worden. Im November 2024 folgte eine weitere Anklage wegen der Ermordung eines Kronzeugen. Wedding soll sich Berichten zufolge sogar einer Gesichts-OP unterzogen haben, um unerkannt zu bleiben.
Fakt ist: Weddings Motorrad-Sammlung ist für Rennsport-Fans ein Eldorado. Unter den Bikes sind mehrere MotoGP-Ducati, viele ikonische Serienmaschinen sowie historische Rennbikes. Zur Sammlung gehören etwa die Ducati Desmosedici GP20 von Andrea Dovizioso, die GP18 von Jorge Lorenzo, die GP11 und GP12 von Valentino Rossi sowie eine Moto2-Suter von Marc Marquez. Auch eine 125er-Aprilia von Rossi, die Ducati 916 von Carl Fogarty und einige 500er-WM-Maschinen wurden sichergestellt.
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