George Russell (Mercedes) zu Kimi Antonelli: «Es gibt null Grund zur Panik»
Mercedes-Ass George Russell muss gegen seinen Stallgefährten Kimi Antonelli das Ruder herumwerfen. Die Aussichten dazu sind für Kanada gut: Hier in Montreal fährt der Engländer immer besonders stark.
George Russell hat die vergangenen zwei Kanada-GP von Pole-Position in Angriff genommen, der Brite fühlt sich auf dieser Strecke sehr wohl. 2024 wurde daraus Platz 3, 2025 hat er das Rennen gewonnen. Wenn nicht hier in Montreal, wo sonst will Russell das Ruder gegen seinen kecken Mercedes-Teamrivalen Kimi Antonelli herumwerfen?
Russell muss sich etwas einfallen lassen: In China wurde er Zweiter hinter dem 19-jährigen Italiener, in Japan und Miami reichte es nicht mal fürs Siegerpodest (jeweils Vierter).
Zahlen lügen bekanntlich nicht, aber sie sagen auch nicht die ganze Wahrheit: In Shanghai, Suzuka und Miami spielten die Rennverläufe Russell nicht in die Karten, Antonelli war – bei allem Respekt vor seinen feinen Darbietungen – der glücklichere Mann.
Russell sagt vor dem kanadischen GP-Wochenende: «Es fühlt sich alles ein wenig seltsam an – wir haben jetzt Ende Mai und erst vier GP-Wochenenden hinter uns. Die Saison war ein wenig zerstückelt mit dieser Zwangspause wegen der weggefallenen Rennen in Bahrain und Saudi-Arabien. Ich freue mich auf mehr Läufe und einen normalen Rhythmus.»
«Miami war kein einfaches Wochenende für mich, aber ich habe viel gelernt, was mir im weiteren Verlauf des Jahres nützen wird.»
«Wir müssen alle ein wenig umlernen. Wir haben uns jahrelange auf die Abstimmung des Rennwagens und auf die Arbeit mit den Reifen konzentriert. Nun aber steht das Energie-Management der Antriebseinheit im Mittelpunkt.»
«Wir haben hier zahlreiche Verbesserungen am Wagen, und natürlich hoffe ich, dass die so einschlagen wie zuvor bei Ferrari und McLaren. Die Zahlen stimmen uns optimistisch, auch wenn du natürlich nie ganz sicher bist, ob auf der Bahn alles gehalten wird, was die Simulation versprach. Gewissheit hast du immer erst auf der Rennstrecke.»
George Russell liegt in der WM 20 Punkte hinter seinem Mercedes-Stallgefährten Kimi Antonelli. Aber der Brite beteuert: «Montreal ist für mich ein Grand Prix wie jeder andere. Ich denke nicht an den WM-Titel. Was ich nicht kontrollieren kann, kümmert mich nicht.»
«Es gibt für mich keinen Grund zur Panik. Ich erinnere mich daran, dass ich 2025 ein schwieriges Wochenende hatte in Miami, und dann habe ich in Kanada gewonnen. Und als es für mich 2018 um den Formel-2-Titel ging, lag ich nach vier Rennen 34 Punkte hinter dem Leader. Und dann wurde ich Meister. Also mache ich mir keine Sorgen.»
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