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Nico Hülkenberg (Audi) in Kanada: «Klar ärgert mich das»
Der Deutsche Nico Hülkenberg ist nach drei Einsätzen 2026 noch ohne Punkte, zwei Mal belegte er den undankbaren elften Platz. Hülki weiss: «Das Potential ist da, um in die Top-Ten zu fahren.»
Fünf der 22 Formel-1-Piloten 2026 sind noch ohne Punkte. Einer davon ist Nico Hülkenberg. Das widerspiegelt weder das Können des Fahrers noch das Leistungsvermögen des GP-Rennwagens von Audi.
GP-Routinier Hülkenberg konnte den WM-Auftakt in Australien wegen eines Defekts am Dienstwagen gar nicht erst in Angriff nehmen, in China und Japan wurde er jeweils Elfter, in Miami machte der Audi erneut Mucken.
Damit ist der 38-jährige Emmericher derzeit WM-18., hinter ihm sind die Cadillac-Fahrer Valtteri Bottas und Sergio Pérez sowie das Aston Martin-Duo Fernando Alonso und Lance Stroll.
Der 253-fache GP-Teilnehmer Hülkenberg hat schon mehrfach betont: «Das Potential ist da, um in die Top-Ten zu fahren. Wir müssen nur alles richtig machen, und ein wenig Rennglück brauchen wir auch.»
Das soll in Kanada endlich passieren, wo der 2015er Le Mans-Sieger Hülkenberg ab 2014 einen tollen Lauf hatte: Fünfter, dann drei Mal in Folge Achter sowie zwei Mal Siebter. Vor einem Jahr wurde Nico in Montreal mit Sauber Achter.
Hülkenberg im Fahrerlager des Circuit Gilles Villeneuve: «Klar ärgert mich das, dass ich noch ohne Punkte dastehe. Und als Racer willst du den Erfolg immer lieber gestern als morgen. Aber ich sehe mein Engagement bei Audi auch als Reise. Wir sind neu in der Königsklasse, wir haben erstmals den Motor selber gemacht, und das war ein gewaltiges Stück Arbeit. Wir stehen noch ganz am Anfang.»
«Wir haben einige neue Teile hier, kein grosses Evo-Paket, aber Teil einer stetigen Entwicklung. Wir sind am Feineinstellen des Autos, auch auf Seiten der Antriebseinheit. Da bin ich sehr neugierig, was sich seit Miami verändert hat.»
«Wir liegen zurück gemessen an den Schnellsten, und das ist eine Kombination aus verschiedenen Faktoren. In Sachen Fahrbarkeit der Antriebseinheit ist noch viel Raum für Verbesserung. Wir arbeiten daran. Wir haben nicht den kraftvollsten Motor, und das wissen wir auch. Auch an der Standfestigkeit müssen wir arbeiten. Ich sehe, wie wir Fortschritte erzielen, aber das ist Formel 1 – von heute auf morgen geht das alles nicht.»
«Mit der Fahrzeugbalance bin ich nicht unzufrieden. Klar bist du auch hier nie ganz happy, aber die Balance ist ein weniger grosses Thema bei uns.»
Welchen Sport erwartet Hülki auf der Stop-and-go Bahn von Kanada? «Nicht viel anders als an den ersten GP-Wochenenden des Jahres. Das Spielen mit dem Energie-Management wird hier mindestens so wichtig sein wie auf den Pisten zuvor, wenn du attackieren und verteidigen willst. Durch die Pistencharakteristik hier ist es möglich, dass wir noch mehr Überholmanöver erleben.»
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