Thema der Woche: Der Schreckens-GP von Barcelona, mehr Frust als Lust
Nach dem letzten MotoGP-Rennen hatten auch hartgesottene Fans der Motorrad-WM einiges zu verdauen. Der Drama-GP hinterließ Spuren. Zum Marquez-Zarco-Unfall-Schock kam das vermeidbare Strafen-Chaos.
Es gibt diese Tage, da scheint alles wunderbar – und doch passt am Ende nichts zusammen. Mit Blick auf den Großen Preis von Katalonien fiel der vergangene GP-Sonntag in diese Kategorie. Los ging es bei herrlichem Wetter mit zwei überaus sehenswerten Rennen der Moto3 und Moto2. Die WM-Anführer Maximo Quiles und Manuel Gonzalez hatten mit schwer beeindruckenden Darbietungen die gut 75.000 Fans rund um den Kurs angeheizt und den Höhepunkt des Tages bestmöglich vorbereitet.
Dazu kam: Auf der Pole für das kommende MotoGP-Rennen stand Pedro Acosta. Der KTM-Pilot aus dem Süden des Landes war der schnellste Akteur auf dem Circuit. Mit den besten Zeiten und seinem bissigen Fahrstil schien alles angerichtet für seinen ersten Sonntags-Triumph in der Königsklasse. Schon am Vortag, der bereits 70.000 Zuschauer an die Strecke gezogen war, war Acosta nahe dran, doch Alex Marquez war im Finale noch stärker. So oder so – auch ohne Marc Marquez an den Lenkerstummeln – war Spaniens MotoGP-Welt noch in bester Ordnung.
Sie blieb es auch mit dem Start des GP-Spektakels: Pedro Acosta in Führung! Dahinter «AM73», der Sieger des Vorjahres. 18 Minuten später kippten die Festspiele und aus dem 45-minütigen Power-Freudenfest wurde ein träges, fast drei Stunden langes Drama in drei Akten.
Der
Minuten später – Drama 2 mit sofortigem Rennabbruch. In Sachen Brutalität spielte der
Eine Sprint-Distanz später – mit Martin, Fernandez und Acosta im Finale landen drei spanische Helden des Sports im Kies. Dass Youngster den Abflug bei knapp 200 km/h nach einem unsauberen Manöver unverletzt überstand, zählte zu den weiteren positiven Wundern des Tages. Ai Ogura wurde mit einer Zeitstrafe belegt, die ihn vier Positionen kostete.
Was die Fans auf den Tribünen bei der Zieldurchfahrt sahen, hatten dann nur zum Teil mit dem eigentlichen Resultat zu tun Denn hinter dem (verletzten) Sieger Fabio Di Giannantonio hagelt es rund 90 Minuten nach Rennende
Während
Unmut war auch deshalb vorhanden, weil die Geschehnisse in knapp drei Stunden so viel kontroversen Stoff lieferten, dass es unmöglich war, alles zu begreifen, geschweige denn zu besprechen. Die Debatte über die Startsicherheit nach dem Unfall von Zarco alleine ist komplex und liefert Argumente für weitere Gespräche in der Sicherheitskommission. Im Nachgang dominiert dann Machtlosigkeit gegenüber dem in diesem Sport unkalkulierbaren Risiko. Das Daten-Chaos infolge der kaum vermittelbaren Reifenluftdruck-Regelung gab es als Zugabe obendrauf.
Sicher ist: Der Catalunya-GP ist alles andere als abgehakt. Es gibt noch viel aufzuarbeiten.
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